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Kauft sich bei Springer ein

Die Deutsche Bank steigt bei der Berliner Axel Springer AG ("Welt", "Bild") ein. Wie Springer mitteilt, hat sich das Finanzhaus mit 8,4 Prozent an den Zeitungskonzern beteiligt. Gleichzeitig verringert der amerikanische Finanzinvestor Hellmann & Friedman seinen Anteil von zuletzt rund 9,9 Prozent auf rund 1,6 Prozent.

Die Deutsche Bank wird die Beteiligung am Berliner Printhaus allerdings auf Zeit halten. Denn nach Angaben von Axel Springer will das Geldhaus die Springer-Anteile breit an der Börse streuen, wenn es das Marktumfeld zulässt. Hintergrund für den Wechsel in der Aktionärsstruktur ist, dass der amerikanische Groß aktionär Hellman & Friedman schon seit längerem mit einem Verkauf seiner Beteiligung liebäugelte.

Hellman & Friedman hatte sich 2003 an Axel Springer beteiligt. Das US-Investmenthaus hatte damals knapp ein Fünftel der Anteile am Printhaus erworben. Die Anteile stammten von der Deutschen Bank, die durch die Pleite des Münchener Medienmoguls Leo Kirch unfreiwillig zum Springer-Aktionär geworden war. Auslöser hierfür war, dass Kirch für einen Kredit von 720 Millionen Euro sein Aktienpaket an den Verlag verpfändet hatte.

Fraglich ist aber, warum das US-Investmenthaus seine Beteiligung bei einem derzeitigen ungünstigen Kursniveau von Axel Springer abstößt. Denn die Notierung des Berliner Medienhauses bewegte sich derzeit bei 45 Euro und liegt damit deutlich unter dem Einstiegskurs von 54 Euro, den Hellman & Friedman 2003 für sein knapp 20 prozentiges Anteilspaket pro Aktie bezahlt hat.

Insgesamt soll sich aber das Investment für die Amerikaner gelohnt haben, heißt es in Bankenkreisen. So hatte das Investmenthaus 2006 bereits die Hälfte seines Paktes zu einem Kurs von 122 Euro an der Börse platziert und dabei einen Aktienerlös von 230 Millionen Euro eingestrichen.

Dass Hellman & Friedman jetzt sein restliches Springer-Paket veräußert, hängt offenbar nicht mit der aktuell schwierigen Lage in der Medienbranchen zusammen, heißt es aus dem Umfeld des Investmenthauses. Man hatte offenbar von vornherein ein Beteiligungshorizont von fünf Jahren für das Springer-Engagement im Blick, heißt es weiter. Eine Sprecherin von Hellman & Friedman wollte dies auf Anfrage nicht kommentieren.

(Redaktion)


 


 

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