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Moderne Unterrichtsmethodik

KINÄSTHETIK-TRAINING IM GOLFSPORT

Für die Vermittlung von Lehrinhalten gibt es verschiedene Lehrwege (Methoden). So kann ein Trainer seine Anweisungen oder Aufgaben sprachlich weitergeben, die Zielbewegung vormachen oder den Schüler anfassen und seine Bewegungen führen. Letztlich aber kommt es darauf an, dass der Spieler selbst die Informationen adäquat aufnehmen und umsetzen kann — dass er fähig ist, die negative sowie die positive Bewegung zu erkennen, anzusteuern und sie zu wiederholen. Dies ist nur möglich, wenn er seine Haltungen und Bewegungen reflektiert!

Ein hervorragendes Mittel, um diese Form der Selbstkompetenz zu erreichen und darüber deutlichere Trainingseffekte zu erzielen, ist das Kinästhetik-Training.

Das Empfinden der eigenen Haltungen und Bewegungen nennt man Kinästhetik. Über die sensorischen Rezeptoren der Gelenke, der Muskelspindeln und Sehnen werden Informationen über Positionen und Positionsänderungen in den Gelenken sowie über Geschwindigkeiten und Beschleunigungen an das Gehirn geleitet. Hier kann der beschriebene Soll-Ist-Vergleich vorgenommen und das Bewegungsprogramm entsprechend angepasst bzw. geändert werden. Die Folge ist eine verbesserte Koordination und somit eine erfolgreichere und ökonomischere Bewegung.

Der erste Schritt ist, die Aufmerksamkeit und Konzentration des Spielers vom Ball bzw. vom Schlagerfolg auf die Haltung bzw. Bewegung zu lenken. Er ist dann Bewegungs- und nicht Resultat orientiert. Hierzu dienen Fragen des Trainers wie z.B.: „Was haben Sie gefühlt?“, „Was glauben Sie, wie weit Sie jetzt ausgeholt haben?“, „Waren Sie diesmal schneller oder langsamer als beim letzten Schlag?“ etc. Auf diese Weise wird erreicht, dass der Spieler sich mit sich selbst beschäftigt und lernt, die Bewegungen seines Körpers, einzelner Körperteile und des Schlägers bewusst wahrzunehmen. Erst nach der Antwort des Schülers sollten die Rückmeldungen (Feedback) des Trainers erfolgen. Sind die Aussagen des Spielers korrekt, so werden sie bestätigt. Wenn nicht, so erläutert der Golflehrer die Unterschiede zwischen dem, was der Spieler gefühlt hat und dem, was der Trainer gesehen hat bzw. was auf einer Videoaufzeichnung zu erkennen ist. Es findet somit im Gehirn des Sportlers ein ständiger Soll-Ist-Vergleich statt. Auch kleinere Abweichungen von der Zielbewegung werden bald wahrgenommen und der Spieler lernt, wie er sich bewegt hat, als der Schlag mit einem Misserfolg endete, aber auch wie er sich bewegt hat, als er einen guten Schlag ausgeführt hat!

Einige Golfer sind im Stande, zu erkennen, was die Ursache ihres Fehlschlages war, aber nur die Wenigsten wissen, was sie bei einem erfolgreichen Schlag richtig gemacht haben. Wer dies weiß bzw. möglichst präzise beschreiben kann, ist auch am ehesten im Stande, während einer Runde nach einem schlechten Schlag möglichst kurzfristig wieder die positive Bewegung zu „wiederholen“. Die Lernerfolge werden somit langfristig gesichert und die positiven Bewegungen werden jederzeit abrufbar.

Autor: Marc Müller-Dargusch

Kontaktdaten:

Marc Müller-Dargusch
Dipl. Golflehrer (PGA Of Germany)
A-Lizenz-Trainer des Dt. Olymp. Sport Bundes/Dt. Golf Verbandes
Trainerausbilder und Prüfer des Hess. Golf Verbandes
Zusatzzertifikat „Golf & Gesundheit“ der PGA Of Germany




Hattsteiner Allee 51
D-61250 Usingen
Tel. 06081-688115

http://www.mmdgolf.de/ 
Email: [email protected]

(Redaktion)


 


 

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