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Lautenschläger

Vorschlag für befristete KKW-Laufzeiten liegt vor

(bo/ddp-hes). In der Debatte um die geplante Verlängerung der Laufzeiten für Kernkraftwerke hat Hessens Energieministerin Silke Lautenschläger (CDU) auf Pläne Hessens und Baden-Württembergs zu diesem Thema hingewiesen.

Beide Bundesländer hätten bereits vor Monaten einen konkreten Vorschlag für zeitlich begrenzte Laufzeitverlängerungen der Kernkraftwerke vorgelegt, sagte die Ministerin am Samstag in Wiesbaden. «Die Vorarbeit ist längst erledigt. Der Fahrplan ist fertig und liegt in Berlin vor. Er muss nur aus der Schublade geholt werden», fügte sie hinzu.

Lautenschläger forderte zudem feste Vereinbarungen zwischen dem Bund und den KKW-Betreibern. Eine mögliche begrenzte Laufzeitverlängerung müsse strikt an die Bedingung geknüpft sein, dass ein Großteil der Gewinne zweckgebunden in die Erforschung erneuerbarer Energien und besserer Stromnetze investiert werde. Dafür sollte ein unabhängig verwalteter Fonds geschaffen werden. «Zum Nulltarif werden die Stromkonzerne definitiv keine Laufzeitverlängerung bekommen», sagte die Ministerin.

Zuvor hatte Bayerns Umweltminister Markus Söder (CSU) bei der geplanten Verlängerung der Laufzeiten zur Eile gedrängt. «Wir können mit Verhandlungen und Entscheidungen nicht noch länger warten», sagte Söder dem «Spiegel» laut Vorabbericht. Vor allem den Ländern Bayern und Baden-Württemberg, deren Strom zu zwei Dritteln aus Kernenergie stammt, sei Tempo bei der Laufzeitverlängerung sehr wichtig.

(ddp)


 


 

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