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  • 01.03.2017, 14:04 Uhr
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  • Rhein-Main
Kleiderordnung

Dresscode im Büro: Nur noch eine lästige und unnötige Vorschrift?

Seit der Einführung des Casual Friday hat der Dresscode im Büro deutlich an Bedeutung verloren. Der Anzug samt Krawatte wird am zwanglosen Freitag im Kleiderschrank gelassen, stattdessen werden Jeans und Freizeithemd hervorgeholt. In vielen Branchen erweist sich der Dresscode immer häufiger als eine unnötige Vorschrift. Die Mitarbeiter freut es in der Regel – aber zurecht? Schließlich ergeben sich nicht zuletzt auch für sie so einige Vorteile, wenn der Chef die Kleiderordnung bestimmt.

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In Unternehmen wird es zunehmend leger

Als Angestellter kann man vom Dresscode halten, was man will. Es lässt sich allerdings nicht bestreiten, dass er in einigen Branchen absolut unerlässlich ist. Ein Bankangestellter ohne Anzug ist – Casual Friday hin oder her – nach wie vor einfach undenkbar. Und würde man einen Arzt als solchen wahrnehmen, wenn er keinen Kittel tragen würde beziehungsweise nicht ganz in Weiß gehüllt wäre? Vermutlich würde man als Patient schon zweimal hinsehen müssen. Im Büro gestaltet sich die Lage aber natürlich anders. Immer mehr Führungskräfte verzichten auf den Dresscode und etablieren damit eine gewisse Lässigkeit in ihren Unternehmen. Die Krawatte, das Symbol für Professionalität schlechthin, wird selbst bei offiziellen Terminen immer häufiger abgelegt. Dabei erfüllt die richtige Kleidung insbesondere im Hinblick auf den Kundenkontakt ganz bestimmte Marketingzwecke.

Gut angezogen verkauft besser

Das Auge isst bekanntlich mit – oder in dem Fall: Die Kleidung verkauft mit. Laut Katharina Starlay, Stilcoach und Herausgeberin von "Stilwissen to Go – Wie Sie von A bis Z im Businessalltag punkten", überträgt der Kunde die Qualität der Kleidung seines Gegenüber ganz unterbewusst auf die Qualität des angebotenen Produktes. Da können schon Kleinigkeiten wie ein schlecht gebügeltes Hemd einen negativen Eindruck hinterlassen. Dem lässt sich im Berufsalltag leicht vorbeugen, ein bügelfreies Hemd ist heutzutage einfach zu bekommen. Es gibt dafür mittlerweile spezialisierte Anbieter wie z.B. dieser. Wie aber beugt man einem schlechten ersten Eindruck vor?

Formelle Kleidung macht erfolgreich

Zwar stehen eine gute Vorbereitung auf das Gespräch sowie ein überzeugendes Produkt immer im Vordergrund, doch der berühmte erste Eindruck fungiert immer noch als Türöffner zu einem erfolgreichen Verkaufsgespräch. Unternehmensintern kann der Dresscode zudem eine gewisse Zusammengehörigkeit symbolisieren und die Mitarbeiter sogar produktiver und erfolgreicher machen. Wenn man den Ergebnissen einer Studie der California State University Glauben schenken darf, kann Kleidung die Wahrnehmung und sogar das Denken seines Trägers beeinflussen. In der Studie konnten die Forscher belegen, dass formelle Kleidung eine abstrakte Denkweise fördert. Und diese Fähigkeit gilt in der Geschäftswelt schon seit jeher als Schlüsselattribut für Erfolg.

Dresscode ist offenbar nicht immer lästig

Der erste Eindruck, den man unter anderem durch seine Kleidung bei anderen hinterlässt, hat damit natürlich wenig zu tun. Vielmehr führt formelle Kleidung dazu, dass wir uns mächtiger fühlen. Unsere Sicht auf die Welt würde sich dadurch grundsätzlich verändert – so Abraham Rutchick, einer der Forscher. Männer in Anzügen sollen zudem besser mit Kritik umgehen können, was ihnen im Berufsalltag sehr zugutekommt. Ein gewisser Dresscode im Unternehmen kann sich also sowohl auf die Mitarbeiter selbst als auch den Unternehmenserfolg positiv auswirken. Es muss ja nicht gleich eine strenge Anzug- bzw. Kostüm-Pflicht im Büro sein. Und den Casual Friday wird man seiner Belegschaft natürlich auch ruhigen Gewissens gönnen dürfen.

(Redaktion)


 


 

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