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IG Metall

Knaus-Tabbert-Insolvenzverwalter verhält sich «skandalös»

(bo/ddp-hes). Die IG Metall hat das Verhalten des Insolvenzverwalters des Pleite gegangenen Wohnwagenherstellers Knaus-Tabbert als «ignorant und skandalös» kritisiert. Hessens IG-Metall-Chef Armin Schild sagte am Dienstag in Frankfurt am Main, obwohl am Knaus-Tabbert-Standort in Osthessen rund 500 Arbeitsplätze sowie rund 3000 weitere Jobs bei Zulieferern gefährdet seien, lehne es Insolvenzverwalter Michael Jaffé ab, mit den Beratern von Ernst & Young zusammenzuarbeiten.

Ernst & Young sei von der IG Metall beauftragt worden, Konzepte
für die Rettung der Arbeitsplätze von Knaus-Tabbert am Standort
Sinntal zu erarbeiten, sagte Schild. Obwohl ein Investor Interesse am
Werk des Wohnwagenherstellers angemeldet habe, weigere sich Jaffé,
mit dem Investor Gespräche zu führen. Bereits am 7. Oktober hatte
sich der Investor Angaben der Gewerkschaft zufolge bei dem
Insolvenzverwalter gemeldet und bis heute keine Antwort erhalten.

Am Dienstag protestierten deshalb rund 300 Beschäftigte des
hessischen Werkes in München vor dem Büro des Insolvenzverwalters
gegen dessen Verhalten. Der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion,
Franz Maget, soll dort zu den Demonstranten sprechen. Laut Schild
soll die Bayerische Landesbank maßgeblich die für die Weiterführung
der Produktion benötigten Kredite verweigert haben. «Die Politik ist
gefordert, jetzt Klarheit zu schaffen», sagte Schild in Richtung
bayerische Staatsregierung.

Von der hessischen Landesregierung wurden laut IG Metall im Falle
einer hessischen Lösung Kredite zugesagt. Der Stammsitz von
Knaus-Tabbert ist im niederbayerischen Jandelsbrunn unweit von
Passau.

(rheinmain)


 


 

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