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Spitzenkandidat

Koch fast einstimmig zum Wahlkreis-Kandidaten gekürt

(bo/ddp-hes). Der geschäftsführende Ministerpräsident Roland Koch (CDU) geht als Spitzenkandidat seines Heimat-Wahlkreises in die vorgezogene Landtagswahl im Januar. Von den 84 Delegierten des Wahlkreises 32, Mainz-Taunus, votierten am Mittwochabend in Liederbach 83 für Koch - ein Delegierter stimmte mit Nein. Damit kam Koch nach einhundert Prozent vor einem Jahr nun auf 98,8 Prozent. «Ich möchte diesen Wahlkreis direkt gewinnen», sagte Koch in seiner Bewerbungsrede. Der 50-Jährige vertritt bereits seit 1987 seinen Wahlkreis im hessischen Landtag.

Es sei für Hessen und die CDU eine große Chance, nach zwölf
Monaten die Wähler noch einmal befragen zu können, welcher Partei und
Person sie die Verantwortung für die Gestaltung unseres Bundeslandes
in schwieriger Zeit übertragen wollen, sagte Koch. Die CDU habe aus
ihren Fehlern im letzten Wahlkampf gelernt. Als Beispiel verwies er
auf die Lockerung der verkürzten Gymnasialzeit sowie auf die
Umweltpolitik.

«Wir reden jetzt sensibler über das Thema Nachhaltigkeit als in
der Vergangenheit», sagte Koch. In der öffentlichen Debatte sei zu
lange der Eindruck entstanden, die CDU sei zwar in Wirtschaftsfragen
kompetent, aber von der Umwelt verstehe sie vergleichsweise wenig.
Mit diesem «irren» Gegensatz könne eine christlich-demokratische
Union auf Dauer nicht leben, warnte er. Die im Sommer gelegte
«gemeinsame Plattform» für eine nachhaltige Umweltpolitik der
hessischen CDU werde er deshalb auch nach der Wahl fortsetzen

Der SPD warf Koch vor, den gleichen Fehler wie vor einem Jahr zu
machen. Die SPD wolle weiter die Zusammenarbeit mit den Linken, «aber
sie sagen es schon wieder nicht», kritisierte er. SPD-Chefin Andrea
Ypsilanti arbeite «ja im Moment verdeckt, so dass man sie nicht
direkt fragen kann», aber auch ihr neuer, «vorgeschobener
Spitzenkandidat» Thorsten Schäfer-Gümbel müsse die Frage beantworten,
wer sein Wunschpartner nach der Wahl sei. Was SPD und Grüne wollten,
zeige der ausgehandelte Koalitionsvertrag. Die entscheidenden Fragen
des Wahlkampfes würden deshalb die der Verlässlichkeit und die der
Stabilität in Wirtschaftsfragen sein.

(rheinmain)


 


 

Roland Koch
Landtagswahl
Hessen

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