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Auszeichnung für Hochbauamt

Kosten und Energie sparen Hochbauamt erhält mehrere Auszeichnungen für vorbildlichen Sportstättenbau

(bo/pia). Dieses Jahr ist ein erfolgreiches Jahr für das Frankfurter Hochbauamt: Gleich zwei Preise hat die Stadt Frankfurt für neue Sportfunktionsgebäude gewonnen. Eine besondere Anerkennung beim Architekturpreis "Auszeichnung vorbildlicher Bauten im Land Hessen 2008" gab es im Juni für die neue Umkleide des Sportvereines Berkersheim, und Anfang Oktober wurde die Stadt mit dem Hessischen Holzbaupreis für das große neue Umkleidegebäude an der Frankfurter Eissporthalle ausgezeichnet.

Harald Heußer, der im Hochbauamt für zahlreiche Entwürfe von Sportgebäuden verantwortlich zeichnet, hat allen Grund, sich zu freuen. Das Sportfunktionsgebäude in Berkersheim wurde vom Hochbauamt selbst geplant. Mit dem preisgekrönten Gebäude hat der Fußballverein FV 09 am Berkersheimer Weg einen lang gestreckten Flachbau mit einer Fassade aus rot lasiertem Lärchenholz erhalten. Der Bau bietet neben den modernen Umkleideräumen und Duschen auch Geräte- und Lagerräume. "Hingucker" sind die mit hinterleuchtetem blassgrünem industriellen Pressglas versehenen Fassaden an der Eingangsseite: Die auf das Glas applizierten überlebensgroßen Fußballerfiguren werden in der Dämmerung beleuchtet und dadurch eindrucksvoll in Szene gesetzt.

Hohe Energie- und Betriebskosten belasten die Kassen der hessischen Sportvereine und die Etats der Kommunen. Eine effiziente Gebäudeplanung, die die laufenden Betriebskosten im Blick hat, wird daher immer wichtiger. Im Sportgebäude Berkersheim ist dies gelungen – die Energiekosten sind mit nur zwanzig Prozent gegenüber herkömmlichen Sportbauten extrem niedrig. Dafür sogen die gute Wärmedämmung mit dicker Mineralwolle sowie der Bodenbelag aus Bituterrazzo in den Kabinen. Diese Mischung aus Bitumen und Terrazzo kühlt nicht aus, sorgt für warme Füße und ist gleichzeitig sehr strapazierfähig. Der Gebäudeentwurf ist besonders funktional: Unter dem Schutz des Vordaches erhalten die Sportler einen direkten Außenzugang über einen unbeheizten Windfang zu je zwei Umkleideräumen. Im Inneren des Gebäudes gibt es keine Flure mehr – das hat die Baukosten gesenkt und spart Heiz-, Strom- und Reinigungskosten. Die Bauweise des Gebäudes aus einzelnen Modulen kann an anderen Standorten wie in einem Baukastensystem neu kombiniert und an die Bedürfnisse anderer Vereine angepasst werden – maßgeschneiderte und dennoch kostengünstige Lösungen.

Ein Preis ist nicht genug – daher hat die Stadt Frankfurt für ihr neues großes Umkleidegebäude der Eissporthalle zusätzlich den Hessischen Holzbaupreis 2008 gewonnen. Der Preis zeichnet gestalterisch und konstruktiv herausragende Gebäude aus, die überwiegend aus Holz errichtet worden sind und eine ökologische Vorbildfunktion aufweisen.

Hochbauamt und die Arbeitsgemeinschaft Schmitt Eschmann Sütterlin haben das große Sportfunktionsgebäude als Holzbau, teils in Massivbauweise mit Wänden in Lärchenholz, teils in Skelettholzbauweise realisiert. Auch an der Eissporthalle beruht der Entwurf auf Modulen aus jeweils zwei Umkleideräumen und einem Sanitärblock. Die 93 Meter lange Halle fasst die modernen Umkleiden, Lager und Garagen für Eismaschinen quasi "unter einem Dach" zusammen – das hat zwei Fünftel der Fassadenfläche gespart. Wegen des überdachten Außenbereichs konnte auf die innere Gebäudeerschließung verzichtet werden, ein zusätzlich kostensparender Faktor. Im Inneren dominieren warme Holztöne und leuchtende Farben, die die vielen jugendlichen Nutzer ansprechen sollen. Kühle Blau- und Weißtöne an den Außenfassaden, die in den Abendstunden weithin leuchten, symbolisieren die Wintersportnutzung. Auch hier senkte die Vorfertigung ganzer Wandelemente die Kosten und verkürzte die Bauzeit.

Quelle Foto: www.frankfurt.de

(Redaktion)


 


 

Hochbauamt
Harald Heußer
Sportgebäude
FV 09

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