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Ärztestreik

Rund 20 Krankenhäuser weiterhin betroffen

(bo/ddp-hes). An etwa 20 kommunalen Kliniken in Hessen setzen Ärzte ihren Streik für höhere Gehälter und eine bessere Vergütung von Bereitschaftsdiensten fort.

In der dritten Streikwoche seien landesweit rund 600 bis 700 Mediziner an dem Arbeitskampf beteiligt, sagte ein Sprecher der Ärztegewerkschaft Marburger Bund Hessen am Montag auf ddp-Anfrage. Eine genaue Anzahl lasse sich nicht angeben, da beispielsweise einige Krankenhäuser in dieser Woche nur an bestimmten Tagen in den Streik einbezogen würden. Einzelne Kliniken seien indes wieder vom Arbeitskampf ausgenommen worden, um etwa aufgeschobene Operationen nachzuholen.

Der Streik soll auch in der kommenden Woche fortgesetzt werden,
fügte der Sprecher des Landesverbandes hinzu. Am Montag (7. Juni, 12
Uhr) finde zudem die zentrale Kundgebung des Bundesverbandes der
Ärztegewerkschaft in Frankfurt am Main statt. Mit einem
Demonstrationszug vom Hauptbahnhof Richtung Innenstadt wollen die
Mediziner dann auf die Arbeitssituation von Ärzten aufmerksam machen.

Die Ärzte der kommunalen Krankenhäuser streiken seit Anfang
vergangener Woche, weil die Tarifgespräche zwischen dem Marburger
Bund und den Arbeitgebern Anfang April gescheitert waren. Der
Marburger Bund hatte gefordert, die Gehälter um durchschnittlich fünf
Prozent zu erhöhen. Zudem müssten die Bereitschaftsdienste der
Mediziner besser vergütet werden. Die Arbeitgeberseite lehnte das ab
und bot unter anderem eine Lohnerhöhung von 2,9 Prozent bei einer
Tarifvertragslaufzeit von 36 Monaten an.

(ddp-Korrespondent Ulrich Breitbach)


 


 

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