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Interview

Krimiautorin Noll hält ihren Ehemann für den geeigneteren Mörder

(bo/ddp-hes). Die Kriminalautorin Ingrid Noll hält ihren Ehemann als Mörder für geeigneter als sich selbst. Ihr Mann sei früher Arzt gewesen und gebe ihr in «giftigen Angelegenheiten» Tipps, sagte die 73-Jährige am Dienstag in einem Interview mit der Nachrichtenagentur ddp: «Er wüsste sehr viel besser, wie er mich um die Ecke bringt, als andersherum.» In ihrem Büchern gebe es keine Gewalt und kaum Action, denn ihre zumeist weiblichen Leser «schätzen das weniger», sagte sie.

Sie wolle, dass die Opfer in ihren Büchern «sanft entschlafen,
nicht leiden müssen und schnell tot sind», sagte Noll. Sich selbst
bezeichnete sie als «friedlich und sozial», Gewalt sei ihr fremd. Sie
und ihre Kollegen kehrten Probleme lieber mal unter den Teppich statt
sich aufzuregen. «Krimischreiben ist ein Ventil - ebenso wie Krimis
lesen», erläuterte die Erfolgsautorin («Die Apothekerin»).

Um die deutsche Kriminalliteratur steht es Noll zufolge «ganz
gut». Allerdings gebe es auch weniger gute Krimis. Manche Autoren
überschätzten sich «und denken, dass Bücher schreiben kein Problem
ist». Wenn ein Buch nicht gut sei, liege das an mehreren Dingen: «Es
kann schlecht geschrieben sein oder auch unlogisch, unglaubwürdig
oder langweilig», sagte Noll. All dies sei für einen Krimi tödlich.
Sie lege außerdem großen Wert auf Glaubwürdigkeit. «Es kann zwar eine
verrückte Geschichte sein, aber es muss dem Leser so verkauft werden,
dass er denkt, das könnte wirklich so passieren», sagte Noll.

(Redaktion)


 


 

Ingrid Noll
Krimiautorin
Die Apothekerin
Kriminalliteratur

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