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Die Krise ist noch nicht vorbei

Erfolgreicher Auftakt für neue Reihe von Unternehmergesprächen

„Mit dem heutigen Abend beginnt eine neue jährlich stattfindende Veranstaltungsreihe, die den Austausch von Unternehmern am Wirtschaftsstandort Hanau untereinander und mit Vertretern der Stadt fördern soll, die aber gleichzeitig auch eine gute Gelegenheiten zum Wissenstransfer von erfahrenen Managern zu jungen Nachwuchskräften bietet.“

Um all diese im Rahmen hochkarätiger Unternehmergespräche zu ermöglichen, so Wirtschaftsdezernent Dr. Ralf-Rainer Piesold weiter, haben die Wirtschaftsförderung der Stadt Hanau, die Steinbeis Business-School Rhein Main und der Masterstudiengang International Management die Reihe der „UnternehmerAbende“ konzipiert, deren Auftakt dieser Tage im stilvollen Ambiente von Schloss Philippsruhe stattfinden konnte.

Dass die Initiatoren mit ihrem ersten Thema „Am Markt bestehen trotz Krise – Erfolgsrezepte aus 2009“ eine überaus gute Wahl getroffen hatten, zeigte das rege Interesse, das sich in hohen Anmeldezahlen niederschlug und letztlich dazu führte, dass die Platzkapazitäten im Roten Saal von Schloss Philippsruhe nicht ausreichten. Die schnelle Lösung dieses Problems: per Videoübertragung konnte das Museums­café mit einbezogen werden.

Mit gewohntem Scharfsinn und Humor stellte der Moderator Frank Lehmann, bekannt als Wirtschaftsjournalist und Börsenexperte, die an diesem Abend präsentierten Konzepte von Matthias Benz (ZF Friedrichshafen AG), Roland M. Löscher (LCC Löscher Coaching & Consulting) und Dirk Pfeil (Insolvenzverwalter Frankfurt am Main) auf den Prüfstand. Die drei erfahrenen Manager hatten zuvor ihre eigenen unternehmerischen Strategien zum Meistern der Herausforderungen aus der Krise zur Diskussion gestellt. Lehmann sorgte mit fach­kundigen, aber nichts desto trotz launigen Kommentaren dafür, dass der aktive Meinungsaustausch zwischen den Referenten und über 130 Gästen lebendig und unterhaltsam gleichermaßen blieb.

Einig waren sich die drei Referenten darin, dass die Krise noch längst nicht ihren Höhepunkt hatte, sondern erst in 2010 ihre negative Wirkung voll entfalten wird. Für Matthias Benz wird „diese zweite Welle im kommenden Jahr deutlich höher ausfallen“, doch gleichzeitig sieht der Manager auch Chancen, die sich genau dann auftun für Unternehmen, die wie das seine einen „Plan B“ haben.

Dem hielt der Insolvenzverwaltung Dirk Pfeil entgegen, dass gerade Mittelständler, also Unternehmen mit 20 bis 150 Beschäftigten, meist kein alternatives Konzept zum eigentlichen Geschäftsmodell haben. „Genau davon haben wir aber sehr viele Betriebe.“ Ein weiteres Problem sieht Pfeil in der Denkweise, dass eine gute Geschäftsidee „sofort die Kasse klingeln lassen muss“. Langfristig angelegte Strategien seien bedauerlicherweise nur selten anzutreffen.

„Optimisten sind erfolgreicher“ glaubt Roland M. Löscher. Seiner Ansicht nach müssen Unternehmen „jetzt aufs Gaspedal Umsatz­steigerung“ treten, denn die aktuellen Probleme hätten vorrangig ihre Ursache nicht in einer Kosten-, sondern in einer Umsatz- und Absatzkrise. „Ständig nur auf die Kosten zu schauen, bringt uns nicht weiter.“ Allerdings glaubt auch er, dass „der Schmerz der Krise in 2010 noch andauern“ wird.

Quelle: Stadt Hanau

(Redaktion)


 


 

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