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Frankfurter Suhrkamp-Verlags

Kritik an Berliner Angebot an Suhrkamp

(bo/ddp-hes). Der geplante Umzug des Frankfurter Suhrkamp-Verlags nach Berlin sorgt wegen angeblich versprochener Fördermittel für Unmut. «Es ist schlicht nicht akzeptabel, wenn das Land Berlin mit Mitteln aus dem Länderfinanzausgleich einen Subventionswettlauf zulasten hessischer Arbeitsplätze forciert», sagte der Frankfurter FDP-Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Kultur und Medien, Hans-Joachim Otto, am Dienstag in Berlin. Auch dürfe das hoch verschuldete Berlin Subventionen aus Hessen nicht dafür missbrauchen, Firmen aus Hessen abzuwerben.

Die Berliner «taz» hatte den Sprecher der Kulturverwaltung, Torsten Wöhlert, zitiert: «Sie können davon ausgehen, dass Berlin in Persona seines Kulturstaatssekretärs den Verlag auf das Charmanteste umwirbt.» Vor allem locke Berlin wohl mit Fördermitteln und stelle Geschäftsräume in Aussicht, berichtete die «taz» weiter. Verlagsgeschäftsführer Thomas Sparr bestätigte laut «Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel» jedoch lediglich, dass der Verlag das Angebot der Stadt Berlin prüfe. Über den aktuellen Stand der Verhandlungen hüllt sich der Verlag in Schweigen. Sprecherin Tanja Postpischil sagte am Dienstag der Nachrichtenagentur ddp dazu: «Zur Zeit laufen die Vergleichsverhandlungen. Solange diese nicht abgeschlossen sind, wird es keine Statements geben».

Hessen zahlt laut Otto mit etwa 2,9 Milliarden Euro die gleiche Summe in den Länderfinanzausgleich, die Berlin daraus erhält. Zwar sei Standortkonkurrenz zwischen einzelnen Bundesländern legitim, entscheidend sei aber, «dass die Geberländer durch den Länderfinanzausgleich nicht bestraft werden und sich die wirtschaftliche Mehrleistung am Ende auch lohnt», fasst Otto zusammen. Deshalb müsse das ganze System umgestaltet werden.

(Redaktion)


 


 

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