Weitere Artikel
  • 15.11.2016, 15:43 Uhr
  • |
  • Rhein-Main
Kultgetränk

Whisky – Wissenswertes rund um das Wasser des Lebens

Im 15. Jahrhundert wurde Whisky nur als Arznei hergestellt. Eine Mixtur aus Whisky, heißem Wasser und Zucker gilt bis heute als Geheimwaffe gegen Erkältungen. Doch Whisky ist inzwischen weit mehr als das: Ein Kultgetränk, das in keinem Irish oder Scottish Pub fehlen darf.

Ob Whisky, beziehungsweise Whiskey aus Schottland oder Irland kommt, ist unklar. Bis heute streiten sich die Schotten und Iren darüber und bemühen sich um die abenteuerlichsten Erklärungen. Fakt ist, dass die unterschiedlichen Schreibweisen geographisch bedingt sind: So gibt es in Schottland und Kanada Whisky und in Irland Whiskey.

Vom warmen Gold bis zum dunklen Braun

Whisky kommt aus dem Gälischen und bedeutet so viel wie „Wasser des Lebens“. Tatsächlich ist Wasser neben Gerste und Hefe eine Grundzutat des Whiskys. Nach Gärungs- und Destillationsprozessen sowie jahrelanger Fassreifung entsteht der edle Tropfen. Seine einzigartige Farbe bekommt er während des letzten Schritts. Sowohl die Holzart des Fasses als auch das Getränk, das zuvor darin gelagert wurde, beeinflussen die Farbe und auch den Geschmack. Generell gilt: Je dunkler der Whisky, desto länger die Fassreifung. Eine breite Auswahl finden Whiskey-Freunde in spezialisierten Online-Shops wie banneke.com oder im regionalen Fachhandel.

Das Whiskyglas ist entscheidend

Nicht zu unterschätzen ist die Wahl des Glases, denn Form und Größe des Behältnisses können Geschmack und Aroma des Getränks beeinflussen. Hier eine kleine Übersicht:

  • Stielglas: Das beliebteste Glas unter den Whiskyfreunden. Im breiten Körper kann sich das Aroma entfalten; die enger werdende Öffnung verhindert jedoch, dass es zu schnell entweicht. 

  • Tumbler: Durch Serien wie „Mad Men“ das wohl bekannteste Whiskyglas. Experten raten allerdings von diesem ab, da das Aroma durch die weite Öffnung schnell verloren geht. Der dicke Boden verhindert, dass das Getränk durch die Hände erwärmt wird. Es ist daher ideal für diejenigen geeignet, die ihren Whisky gerne auf Eis trinken. 

  • Highball-Glas: Der große Bruder des Tumblers. Es eignet sich für kalte Longdrinks mit größeren Beimischungen. 

  • Cocktailglas: Die elegante Version mit langem Stiel, um kalte Cocktails zu genießen. Tipp für Genießer: Das Glas vor dem Trinken mit beiden Händen umfassen und anwärmen. Der 
angewärmte Whisky sondert ein kräftiges Aroma ab. 


Pur, mit Eis oder Wasser? 


Wagt man sich an einen neuen Whisky, empfiehlt es sich, das Getränk mit viel Wasser zu verdünnen. So gewöhnt man sich an den Geschmack. Anschließend den Wasseranteil nach und nach reduzieren und dem persönlichen Geschmacksempfinden anpassen. Zum Verdünnen unbedingt stilles Mineralwasser ohne Eigengeschmack verwenden. Schließlich soll das Wasser lediglich den Alkohol verdünnen, nicht aber die Eigennote des Whiskys übertünchen.

Den coolen Whisky „on the rocks“ mit Eiswürfeln empfehlen Experten nicht. Der Grund: Zu kalter Whisky verliert an Aromen und die Eiswürfel betäuben die Zunge. Doch letztendlich entscheidet jeder Whiskyliebhaber natürlich selbst, wie er ihm am besten schmeckt.

Tipp für Tastings: Werden verschiedene Whiskys hintereinander probiert, ist es hilfreich zwischendurch den Geschmack zu neutralisieren. Brot und ungesalzene Cracker sind hierfür gut geeignet. 


Manhattan und Old Fashioned – die Klassiker zum Nachmachen

Whisky wird jedoch nicht nur pur getrunken, sondern gerne auch als Bestandteil für Cocktails verwendet – und das bereits seit vielen, vielen Jahren. Die Geburtsstunde des Manhattan war ein Kongress im Jahr 1874. Diesen veranstaltete Jennie Churchill im New Yorker „Manhattan Club“ zu Ehren des neu gewählten Gouverneurs Samuel J. Tilden und bat den Barkeeper für diesen Anlass einen Cocktail zu kreieren. Ein weiterer Cocktail-Klassiker ist der Old Fashioned. „Dieser Cocktail schmeckt tatsächlich nach Alkohol und ist eine ernsthafte Konkurrenz für all jene Longdrinks, welche mehr Fruchtsaft haben, als eine Frühstücksbar“, so pries eine Journalistin des Guardian den heutigen Klassiker an. Beide sind für Genießer eine willkommene Abwechslung zum puren Whisky-Genuss.

Zubereitung des Manhattan:

  • 4,5 cl Canadian Whisky

  • 1,5 cl roter Wermut

  • 2 Schüsse Angostura-Bitter

Die Zutaten in ein Rührglas mit Eiswürfeln geben, umrühren, in einem Cocktailglas servieren und mit Cocktailkirschen garnieren.

Zubereitung des Old Fashioned:

  • 6cl Bourbon Whisky

  • 1 Stück Würfelzucker

  • 2 Schüsse Angostura-Bitter
  • 1 Spritzer Sodawasser
  • Cocktailkirschen

  • Orangenscheibe

  • Zitronenspirale

Den Würfelzucker in ein Tumblerglas legen und Angostura-Bitter darauf geben. Sobald der Zucker den Bitter aufgesogen hat, das Sodawasser zugeben und den Würfelzucker zerstoßen. Eiswürfel ins Glas geben und Bourbon dazugießen. Mit Orangenscheibe, Zitronenspirale und Cocktailkirschen garnieren. Dieser Drink wird häufig mit einem Löffel für das Obst serviert.

(Redaktion)


 


 

Whisky
Cocktail
Geschmack
Glas
Eiswürfel
Aroma
Getränk
Tumbler
Braun Whisky
Fashioned
Schotten

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Whisky" - jetzt Suche starten:

Entdecken Sie business-on.de: