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Artists in Residence

Kulturdezernent eröffnet Jahresausstellung der Frankfurter Gastkünstler

Eine "Cavaliersreise" nach Italien – dies gehörte schon für Goethes Vater zum bürgerlichen Bildungsgut. Er schwärmte sein Leben lang von Venedig, sein Sohn später von Rom. Die bildenden Künstler hatten Italien ohnehin schon längst entdeckt: der Frankfurter Maler Adam Elsheimer war bereits mehr als hundert Jahre früher in das Land jenseits der Alpen aufgebrochen. Reisen und Arbeiten im Ausland war schon früh ein wichtiger Bestandteil künstlerischen Wirkens.

Im Mittelalter und der frühen Neuzeit wurden vor allem handwerkliches Wissen und Malfertigkeiten ausgetauscht; heute sind eher die "Softskills" von Bedeutung: Wie funktioniert der Kunstmarkt in einem anderen Land? Welche Impulse gehen von der dortigen Kunstszene aus? Wie treibt der Aufenthalt die eigene künstlerische Arbeit voran?

"Neue Impulse sind für den künstlerischen Schaffensprozess unerlässlich", so Kulturdezernent Felix Semmelroth: "Mit der seit letztem Jahr erfolgreich eingeführten Jahresausstellung des traditionsreichen Frankfurter Austauschsprogramms wollen wir dem Publikum zeigen, wie anregend Frankfurt für internationale Gastkünstler sein kann."

Das Frankfurter "Artists in Residence Program" ist seit achtzehn Jahren eine Plattfom für diese Aspekte künstlerischen Schaffens – sowohl für Frankfurter wie für die ausländischen Künstler, die an diesem Projekt teilnehmen. Vom 21. November bis 21. Dezember werden im Ausstellungsraum im Erdgeschoss des "Atelierfrankfurt" die Werke von neun Künstlern präsentiert, die ein Jahr lang als "Artists in Residence" in den Gastateliers des Kulturamts der Stadt Frankfurt gearbeitet haben.

Es handelt sich um Yong Seok Park aus Seoul, Lena Bosch aus Salzburg, Andras Siflis aus Budapest, Robert Goddard aus Straßburg, Eduard Tauss aus Wien, Freya Maes aus Antwerpen und Mi Duncker aus Helsinki. Außerdem sind die Arbeiten von Marijana Vukic aus Dubrovnik und Ilgin Seymen aus Istanbul zu sehen – zwei Künstlerinnen, die zurzeit noch in den Gastateliers der Stadt leben und arbeiten. Beide kommen aus zwei Städten, mit denen das Kulturamt erst in diesem Jahr neue Kooperationsgemeinschaften gegründet hat. Die Arbeiten der Künstler sind im Kulturbunker in der Schmickstraße entstanden.

Kulturdezernent Felix Semmelroth eröffnet "Artists in Residence" am Freitag, 21. November, im "Atelierfrankfurt" (Hohenstaufenstraße 13-25, Erdgeschoß). Die Vernissage beginnt um 19 Uhr, eine Einführung gibt Professor Peter Weiermair. Die Ausstellung ist donnerstags und freitags von 17 bis 20 Uhr und samstags von 15 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung zu besuchen.

Da es sich bei dem „Artist in Residence Program“ um ein reines Austauschprogramm handelt, waren und sind dieses Jahr auch neun Frankfurter Künstler international unterwegs: Sandra Mann arbeitet in Helsinki, Florian Haas in Straßburg, Eun-Joo Shin in Salzburg, Katharina Schücke in Budapest, Sandip Shah in Antwerpen, Judith Raum in Istanbul, Ekrem Yalçındağ in Wien und Andreas Gärtner in Seoul.

Quelle: Stadt Frankfurt

(Redaktion)


 


 

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