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Marktkommentar Aktien

Asiatische Aktienmärkte verbuchen Kursabschläge

Die US-Börsen blieben feiertagsbedingt geschlossen. Heute wird eine ganze Reihe von Konjunkturdaten die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Besonders beachtenswert wird dabei der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe sein.

Sowohl die regionalen Fed-Umfragen und Einkaufsmanagerindizes als auch das landesweite Stimmungsbarometer waren in den letzten Monaten auf zyklische Höchststände geklettert. Im Mai scheint sich diese Entwicklung nun abzuschwächen, denn die Mehrzahl der Stimmungsindikatoren (u. a. Empire-State-Index und Chicago PMI) war zuletzt gesunken.

Für den ISM-Index, der sich mit einem Stand von 60,4 Punkten jüngst auf einem 6-Jahreshoch befand, rechnen wir daher ebenfalls mit einem Rückgang. Die Konsensschätzung könnte dabei sogar unterschritten werden.

Anlass zur Besorgnis sollte dies gleichwohl nicht geben. Beim Dow Jones ist aus technischer Sicht weiter die Frage spannend, ob und vor allem wann die derzeitige, nicht ganz idealtypische Konsolidierungsleiste auf der Unterseite aufgelöst wird. Die „Chance“ dass dies passiert ist angesichts des negativen DMI weiter groß.

Durch das feiertagsbedingte Fehlen der amerikanischen und der britischen Anleger, hielten sich auch alle anderen Anlegergruppen gestern weitestgehend mit Transaktionen zurück. Zwar konnte der Dax leicht um 0,3 % auf 5.964 Punkte zulegen, das Handelsvolumen in Höhe von rund 46 Mio. Aktien (das entspricht dem bisher schlechtesten Wert in diesem Jahr) verdeutlicht jedoch, dass ein nachhaltiger Charakter fehlt.

Im Blickpunkt stand der unerwartete Rücktritt von Bundespräsident Köhler, wenngleich die Marktreaktion auf die Nachricht eher verhalten ausfiel. Die Dax-Gewinnerliste wurde von Volkswagen Vz. (+2,21 %) angeführt, Infineon (+1,90 %) und Daimler (+1,74 %) folgten. Hingegen gab das Papier von K+S (-1,29 %) am deutlichsten nach. Aus dem MDax ragten Douglas (+3,37 %) heraus.

Vorgaben für den heutigen Handelsstart gibt es lediglich aus Asien, dort mussten die Märkte mehrheitlich Kursabschläge hinnehmen. Entsprechend ist davon auszugehen, dass auch der Dax ein wenig schwächer in den Handel starten wird. Im weiteren Verlauf, wird man sich zunächst auf die Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten und die US-Konjunkturdaten konzentrieren. An der charttechnischen Beurteilung des Dax hat sich zuletzt nichts geändert. Nach wie vor stellt die Marke von 5.970 Zählern ein schwer zu überwindender Widerstand dar. Sollte ein Ausbruch nach oben dennoch gelingen, sollte die Wahrscheinlichkeit für ein Ende der Korrekturbewegung im Bereich von 6.060 Zählern hoch sein.

Quelle: Helaba

(Christian Schmidt)


 


 

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