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Museum für Angewandte Kunst

Lack – Meisterwerke aus dem China des 12. bis 18. Jahrhunderts

Rund 80 Exponate der chinesischen Lackkunst, davon 57 aus der außerordentlich qualitätvollen Sammlung Piert-Borgers sowie etwa 20 Objekte aus dem Museum für Angewandte Kunst Frankfurt, werden ab 19. Mai in der Ausstellung „Lack – Meisterwerke aus dem China des 12. bis 18. Jahrhunderts“ zu sehen sein.

Lackarbeiten haben in China eine mehr als zweitausendjährige Geschichte. Und auch im fernen Europa erlag man dem Zauber dieser hoch entwickelten Handwerkskunst bereits vor Jahrhunderten – in der Folge der China-Mode der Barockzeit. So finden sich auch in
Deutschland einige qualitativ hochwertige Lacksammlungen, die jedoch aufgrund ihrer Licht-Empfindlichkeit oftmals in Museumsmagazinen schlummern und so kaum allgemein
zugänglich sind. Einer Initiative des renommierten Museums für Lackkunst in Münster ist es zu verdanken, dass eine der qualitätvollsten deutschen Privatsammlungen dieser faszinierenden Kunst in einem vorzüglichen Katalog aufgearbeitet wurde und im Sommer 2010 in Münster erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden konnte. Das Sammlerehepaar Piert-Borgers selbst hat maßgeblich an diesem mustergültigen Ausstellungsprojekt mitgewirkt. Die Schau gewährt Einblicke in die facettenreiche Welt des chinesischen Lackhandwerks von der Song-Zeit (960-1279) bis ins 18. Jahrhundert. Vornehmlich geschnitzte und mit Perlmutt eingelegte Arbeiten vermitteln mit ihrer reichen Symbolsprache und ihrem tiefen Bedeutungsgehalt dem Besucher Eindrücke der spezifisch chinesischen, vielfach aus dem literarischen Erbe schöpfenden Vorstellungswelt. Ein Schwerpunkt der Sammlung
Piert-Borgers liegt auf den frühen, überaus seltenen Schnitzlacken der Song- und der Yuan-Dynastie (1279-1368). Zu sehen sind Kostbarkeiten wie Teller und Dosen aus Schnitz- und Perlmuttlacken mit handwerklich meisterlich gearbeiteten, aufwändigen figürlichen und vegetabilen Motiven oder Tier- und Drachen-Dekoren, Becher, Schalen und Näpfe, Deckelkästen und Gießgefäße, Stapeldosen und Pinsel. Das Museum für Angewandte Kunst Frankfurt nimmt die Präsentation dieser kleinen, jedoch ausnehmend qualitätvollen Sammlung zum Anlass, einige selten gezeigte Meisterwerke der chinesischen Lackkunst aus Beständen des Museums der Sammlung Piert-Borgers an die Seite zu stellen.

Katalog:
Patricia Frick: Chinesische Lackkunst. Eine deutsche Privatsammlung. Mit einem Beitrag von Walter Borgers. Münster: Museum für Lackkunst, 2010, 120 Seiten, durchweg farbige
Abbildungen, 28 Euro

(Museum für Angewandte Kunst)


 


 

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