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Flughafenausbau

Lärm übertönt Lärm – oder die Rhein-Main-Gallier

Letzte Woche war es nun soweit. Nach mehr als zehn Jahren Planungen, Streitereien, Diskussionen und Gerichtsurteilen darf nun also losgelegt werden: Eine neue Landebahn für den Frankfurter Flughafen kann gebaut werden. Zu diesem Anlass hat sich heute die Crème de la Crème der Politik, Wirtschaft und Presse am Bauplatz Landebahn Nordwest eingefunden.

Ministerpräsident Roland Koch, die Oberbürgermeisterin Frankfurts Petra Roth und der Fraport-Chef Prof. Dr. Wilhelm Bender fanden sehr schöne Worte, warum Frankfurt, die Region und Deutschland den Ausbau braucht. Einleuchtende Argumente, die absolut nachvollziehbar sind. Die Rhein-Main-Region wächst und mit ihr der Flughafen. Neue Jobs in allen Bereichen werden entstehen, was ein weiteres Gedeihen der ganzen Region garantiert. Von diesem Projekt profitieren wirklich alle!

Alle?

Nein! Wie bei Asterix, so wehren sich auch hier die Menschen gegen eine schier erdrückende Übermacht. Das sind dieses Mal aber nicht die Römer - die übrigens weniger Lärm gemacht haben - sondern eine breite Mehrheit an Ausbaubefürwortern. Es gibt viele Menschen, die gegen einen Ausbau sind. Ebenfalls aus sehr nachvollziehbaren Gründen. Seien Sie mal ehrlich: Wer will über seinem Haus schon alle drei Minuten ein Flugzeug donnern hören? Eben! Aber an diesem sonnigen Vormittag war von Protesten, obwohl sie nicht weit vom Baustellengelände stattfanden, nicht viel zu hören. Ironie hatte mal wieder einen guten Tag, denn der Flugzeuglärm übertönte den Lärm der Demonstranten um ein Vielfaches.

(Sebastian Meyer)


 


 

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