Sie sind hier: Startseite Rhein-Main Finanzen Finanz-News
Weitere Artikel
Ablehnung

Bankenverband weist Fusionsforderung für Landesbanken zurück

(bo/ddp.djn). Der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) hat die Forderung von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) zu Radikalreformen bei den Landesbanken scharf zurückgewiesen.

Es wundere ihn sehr, «dass ein Minister, der sich eigentlich um den Mittelstand zu kümmern hat, Vorschläge macht, die die Mittelstandsförderung massiv beschädigen würden», sagte Verbandssprecher Stephan Rabe dem Berliner «Tagesspiegel» (Montagausgabe).

Man müsse zwar über neue Strukturen nachdenken, dürfe dies aber «nicht in einer Art Panikreaktion» tun. Die Landesbanken seien für die Finanzierung von Mittelstandsbetrieben, aber auch von Großunternehmen «in ihrer Regionalstruktur absolut unverzichtbar». Ein Zentralinstitut, wie es Brüderle offenbar vorschwebe, könne das dafür nötige Kreditvolumen «nicht annähernd aufbringen».

Der Minister hatte dem «Tagesspiegel» gesagt, dass es bei den Landesbanken «endlich zu einer Neuordnung» kommen sollte. "Aus meiner Sicht würde eine Landesbank völlig ausreichen», sagte Brüderle. Schon heute gebe es Bundesländer ohne selbstständige Landesbank. Der FDP-Politiker fügte hinzu: «Ich kann nur appellieren, dass Föderalismus über die Landesgrenzen hinweg gilt. Oft ist doch nicht entscheidend, wie die Einzelinteressen gelagert sind, sondern was für das gesamte System am besten und sinnvollsten ist.»

(ddp)


 


 

Landesbanken
Minister
Brüderle
Einzelinteressen
Appell
Föderalismus
Landesgrenzen

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Landesbanken" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: