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Europäische Zentralbank

Leistungsbilanz in der Eurozone weiter im Minus

(bo/ddp.djn). Die Leistungsbilanz der Eurozone hat im Oktober den sechsten Monat in Folge mit einem Defizit abgeschlossen. Wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Dienstag in Frankfurt am Main mitteilte, belief sich der saisonbereinigte Passivsaldo auf 6,4 Milliarden Euro, nach einem Minus von 8,8 Milliarden Euro im September. Die Leistungsbilanz beschreibt den Handel zwischen der Eurozone und ihren Wirtschaftspartnern sowie die Übertragungen.

Allein für die sogenannte Übertragungsbilanz, also die privaten und öffentlichen unentgeltlichen Transfers, wurde dabei ein Defizit von 9,7 Milliarden Euro ausgewiesen nach einem Minus von 6,6 Milliarden Euro im September. Für die Handelsbilanz wurde ein moderater Überschuss von 1,0 Milliarden Euro gemeldet, nach zuvor minus 4,7 Milliarden Euro.

Im weiteren wurde im Oktober saisonbereinigt ein Überschuss bei den Dienstleistungen von 2,8 Milliarden Euro verzeichnet, während für die Einkommen ein Defizit von 0,4 Milliarden Euro anlief. Auf nicht-saisonbereinigter Basis meldete die EZB für Oktober ein Leistungsbilanzdefizit von 4,8 Milliarden Euro, für die Handelsbilanz ergab sich hier ein Überschuss von 2,3 Milliarden Euro.

Für den Güterhandel wies die EZB einen Rückgang der Exporte der Eurozone auf saisonbereinigt 130,5 Milliarden Euro von zuvor 131,6 Milliarden Euro aus, die Importe nahmen deutlich von 136,3 Milliarden auf 129,5 Milliarden Euro ab.

Für den Zwölfmonatszeitraum bis Oktober 2008 ergab sich den weiteren Angaben zufolge ein kumuliertes Leistungsbilanzdefizit für die Eurozone von 42,5 Milliarden Euro, dies sind rund 0,5 Prozent des aggregierten Bruttoinlandsprodukts des gemeinsamen Währungsraums. Im Vergleichszeitraum bis Oktober 2007 war hingegen ein kumulierter Leistungsbilanzüberschuss von 48,9 Milliarden Euro verzeichnet worden.

(Redaktion)


 


 

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