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Marktkommentar Aktien

„Yuan-Effekt“ verpufft – Aktienmärkte und Euro im Rückwärtsgang

Die US-Börsen starteten, trotz negativer Vorgaben aus Europa, mit Kursgewinnen in den Diens-tagshandel. Überraschend schwach ausgefallene Daten vom Immobilienmarkt und Kursabschläge bei Energiewerten sorgten jedoch dafür, dass die führenden Indizes mit Verlusten von bis zu 2,14 % (Russel 2000) aus dem Handel gingen.

Bemerkenswert ist, dass der Großteil des Tagesverlusts erst in der letzten Handelsstunde zu verbuchen war. In der Konsequenz notierten rund 95 % der im S&P 500 gelisteten Werte im roten Bereich. Nicht zuletzt dieser Umstand sorgte auch dafür, dass sich das charttechnische Bild des S&P 500 deutlich eintrübte.

Wie in der Grafik zu sehen ist, rutschte der Index unter den sehr entscheidenden 200-Tage-Duchschnitt, was in der Regel weitere Verkäufe nach sich zieht. Hinzu kommt, dass der trendfolgende DMI kurz davor ist, ein „short-Signal“ auszulösen.

Die Tatsache, dass das Tagestief nahezu dem Schlusskurs entsprach verdeutlicht die zunehmende Dynamik auf der Unterseite. Das nächste Kursziel lässt sich bei 1.083 definieren. In den USA werden heute die Neubauverkaufszah-len für den Monat Mai bekannt gegeben. Darüber hinaus wird die FOMC-Zinsentscheidung die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Bereits vor Handelsbeginn deuteten die Indikationen auf eine schwächere Eröffnung hin. Im Ver-lauf des Vormittags haben sich die Kursabschläge noch ausgeweitet, dies obwohl der ifo-Geschäftsklimaindex besser als erwartet ausgefallen war. Am Nachmittag hellte sich die Stimmung vorübergehend wieder ein wenig auf, so dass der deutsche Leitindex schlussendlich nur einen Abschlag in Höhe von 0,38 % auf 6.269 Punkte zu verbuchen hatte.

Als Belastungsfaktoren waren der unklare währungspolitische Kurs Chinas und die schwächer als erwartet ausgefallenen Daten vom US-Immobilienmarkt auszumachen. Die beste Tagesperformance unter den Daxwerten konnte das Papier von Linde (+0,99 %) vorweisen. Deutlich nach unten ging es hingegen für den Index-Neuling Heidel-bergerCement (-3,14 %). Angesichts der schwachen Vorgaben von der Wall Street und den Kurs-verlusten an den asiatischen Märkten wird der Dax heute niedriger eröffnen.

Weiter spannend bleibt auch die charttechnische Situation des deutschen Leitindex. Mit den Kursverlusten von gestern und der sich abzeichnenden schwächeren Eröffnung heute, entfernt sich der Index mehr und mehr von der Rückkehrlinie des nach oben gerichteten Trendkanals. Nicht zuletzt deshalb steigt die Wahrscheinlichkeit für die Ausbildung einer nachhaltigen, oberen Wendeformation. Diese These wird auch von den Indikatoren und der zuletzt entstandenen Kurslücke („Erschöp-fungslücke“) untermauert. Die nächsten Orientierungspunkte auf der Unterseite finden sich bei 6.127, 6.080 (55-Tage-Linie) und 6.065 Punkten.

(Christian Schmidt)


 


 

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