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Unzufriedenheit

Linke-Landeschef Ulrich tritt zurück

(bo/ddp-hes). Der Vorsitzende der Linken in Rheinland-Pfalz, Alexander Ulrich, tritt zurück. Er begründete seinen Schritt am Sonntag mit der Listenaufstellung für die Landtagswahl 2011 auf dem Parteitag am Wochenende in Kaiserslautern.

«Die Personalentscheidung hat die Spaltung der Partei vertieft», sagte der Bundestagsabgeordnete auf ddp-Anfrage. Bei der Aufstellung der
Kandidaten seien ganze Regionen nicht berücksichtigt worden. So sehe
er politisch und organisatorisch keine Grundlage für einen
erfolgreichen Wahlkampf.

Der 39-Jährige verwies darauf, dass wegen innerparteilichen
Streitereien bereits die Stadtratsfraktionen in Trier und
Ludwigshafen auseinandergebrochen seien. Der Schritt in «Richtung
politischer Unberechenbarkeit» habe sich nun in der Listenaufstellung
bestätigt. Er habe dafür geworben, regionale Kriterien bei der
Kandidatenwahl zu berücksichtigen. «Das ist gerade in einem
Flächenland wie Rheinland-Pfalz notwendig», betonte Ulrich. Alle
Regionen müssten in den Wahlkampf eingebunden werden, andernfalls
habe die Linke keine Chance. Doch die Delegierten hätten anders
entschieden. Deshalb wolle er für den Landtagswahlkampf nicht die
Verantwortung tragen. Im November stünden Neuwahlen an.

Zum Spitzenkandidaten bei der Landtagswahl im kommenden März wurde der Kommunalpolitiker Robert Drumm aus Kusel gewählt. Er setzte sich in einer Stichwahl mit 95 zu 89 Stimmen gegen Ulrichs
Wahlkreismitarbeiter Frank Eschrich durch. Auf Platz zwei der
Landesliste konnte sich die Birkenfelder Kreisvorsitzende Tanja
Krauth im zweiten Wahlgang gegen Barbara Eckes aus Neuwied behaupten. Auf den dritten Platz wurde Landesgeschäftsführerin Elke
Theisinger-Hinkel mit 78 Prozent gewählt. Für Platz vier und fünf der
Landesliste wurden Wolfgang Ferner (Bitburg-Prüm) und Margarete
Skupin (Rhein-Hunsrück-Kreis) im zweiten Wahlgang ernannt.

Vor der Listenaufstellung hatte sich Ulrich am Samstag noch
zuversichtlich gezeigt, dass die Linke den Sprung in den Landtag
schafft. Die Frage sei nicht, ob, sondern mit wie vielen Abgeordneten
die Linke in den Landtag einziehen werde. Der frühere
Bundesvorsitzende der Linken, Oskar Lafontaine, rief die Partei zur
Geschlossenheit auf und versprach seine Unterstützung im Wahlkampf.

(ddp-Korrespondent Ulrich Breitbach)


 


 

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