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Lohngleichheit

IW Köln Studie: Lohnungleichheit in Deutschland sinkt

Ein Faktencheck des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) widerlegt die weitläufige Wahrnehmung, dass die Ungleichheit von Einkommen in Deutschland gewachsen sei – ganz im Gegenteil. Die Lohnungleichheit sei sogar gesunken. Die Schere zwischen Arm und Reich gehe nicht auseinander.

IW Köln widerlegt weitläufige Meinung

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat die weitläufige Meinung, dass die Reichen in Deutschland immer reicher werden und die Armen den Anschluss verlieren, widerlegt. Entsprechend eines Faktenchecks habe die Ungleichheit der Einkommen in den vergangenen Jahren nicht zugenommen. Das Institut zufolge, habe dafür die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in den letzten Jahren gesorgt.

Einkommen der Armen steigen schneller als die der Reichen

Die IW-Ergebnisse zeigen, dass die Bruttoerwerbseinkommen der unteren zehn Prozent der Vollbeschäftigten zwischen den Jahren 2009 und 2013 um 6,6 Prozent angestiegen sind. Der Wert bei den reichsten zehn Prozent der Vollbeschäftigten wuchs in der gleichen Zeit nur um 2,8 Prozent. Seit 2012 hätten die Reallöhne stärker zugelegt als die Arbeitsproduktivität. IW-Direktor Michael Hüther sieht in dieser Entwicklung auch mögliche Probleme: „Die steigenden Kosten für die Unternehmen können die wirtschaftliche Dynamik dämpfen.

IW Köln: Vermögensungleich hat nicht weiter zugenommen

Dem IW Köln nach seien die Nettoeinkommen der Gesamtbevölkerung - die Summe aller Erwerbs- und Kapitaleinkünfte nach staatlichen Abgaben und zuzüglich der Renten und Sozialtransfers - nahezu so gleich beziehungsweise ungleich verteilt wie im Jahr 2015. Im europäischen Vergleich liege Deutschland damit im besseren Mittelfeld. Dem Faktencheck des Instituts nach habe auch anders als vielfach vermutet, die Vermögensungleichheit in Deutschland nicht weiter zugenommen.

Das IW Köln macht dafür die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt der letzten Jahre verantwortlich. Der Anteil der Normalarbeitsverhältnisse an der erwerbsfähigen Bevölkerung habe sich seit 2006 weiter erhöht. Der Wert dafür liegt bei 46,5 Prozent. Dies sei der höchste Wert seit der Wiedervereinigung. Der Anteil der befristet Beschäftigten liege bei rund zehn Prozent und sei seit Jahren rückläufig.

„Nicht alles schwarz malen“

Die Ergebnisse werden vom IW Köln positiv bewertet. Insgesamt geh es den Deutschen besser als noch vor zehn Jahren. „Politik und Gesellschaft sollten die positiven Seiten der wirtschaftlichen Entwicklung wahrnehmen und nicht alles schwarz malen“, meint Michael Hüther, Direktor des IW Köln. Erfolgreiche Reformen wie die Agenda 2010 haben seiner meiner Meinung nach dazu beigetragen, dass es den Deutschen heute bessergehe.

Nur die Ungleichheit der Vermögen ist in den letzten Jahren geringfügig gestiegen. Zahlen der Bundesbank zeigen, dass die vermögensreichsten zehn Prozent der Haushalte in Deutschland insgesamt 59,8 Prozent des gesamten Vermögens der Deutschen besitzen. 2010 lag dieser Wert noch bei 59,2 Prozent. Dies entspricht einem leichten Anstieg von 0,6 Prozentpunkten.

(Christian Esser)


 


 

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