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Zahlenspiele um Terminal 3

Ein dritter Terminal am Flughafen Rhein/Main in Frankfurt ist unumgänglich, meint der Flughafenbetreiber Fraport. Die Fraport spielt mit falschen Zahlen, meinen die Mainzer Stadtoberen, die das fragwürdige Bauvorhaben nochmals detailliert auf seine Notwendigkeit überprüft haben wollen.

„Seit einem Jahrzehnt spielt die Fraport nun den ergrauten Evergreen der in Zukunft stark ansteigenden Passagier- und Flugbewegungszahlen“, kritisieren Oberbürgermeister Michael Ebling als auch Umweltdezernentin Katrin Eder die Ankündigung des Fraport-Vorstandschefs Stefan Schulte, dass an der Realisierung des in der Kritik stehenden Terminal 3 kein Weg vorbeiführe und die Fraport ihr vorhandenes Baurecht de facto nutzen werde.

Ebling und Eder entgegnen deutlich: „Der Ausbau des Flughafens wurde über Jahre auf dem Rücken der Region vorangetrieben - und dies teils mit absoluten Mondzahlen. Stetes Wachstum, Job-Motor - an all diese verbalen Kunstgriffe haben wir uns gewöhnen müssen. Jeder weiß mittlerweile, dass das Wachstum nicht einmal annähernd in jene Dimensionen vorgestossen ist, welche die Fraport prognostizierte: Die Flugbewegungen in Frankfurt weisen ein Plus von 3 Prozent auf - im Vergleich zum Jahr 2000. Sie liegen zugleich 2-3 Prozent unter jenen der Jahre 2005-2008. Natürlich sind wegen größerer Flieger die Passagierzahlen gestiegen, doch darum muss die Fraport kein Terminal 3 in Beton gießen, auch wenn dort durch weitere Geschäftsflächen verlockende Einkünfte zu generieren wären…“

Zugleich gebe es im Koalitionsvertrag die klare politische Willenserklärung der Landesregierung, das fragwürdige Bauvorhaben nochmals detailliert auf ihre Notwendigkeit zu prüfen. „Diesen Anspruch hat die Fraport-Geschäftsführung abseits von wortreichen Muskelspielen zur Kenntnis zu nehmen. Auf der anderen Seite steht die Politik in der Haftung, diesen Worten nun konkret Taten folgen zu lassen“, sehen Ebling und Eder nun den hessischen Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir am Zug.

(Redaktion)


 


 

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