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Märkte bleiben weiter volatil

Die US-Börsen mussten gestern weitere erneute Kursverluste hinnehmen. Der Dow Jones verlor 1,47 %, während der breiter gefasste S&P noch etwas mehr nachgab. Ursächlich dafür waren Sorgen, dass es bei dem Rettungspaket für die Finanzbrache zu Verzögerungen kommen könnte, bzw. dieses geringer ausfällt. Fed-Chef Ben Bernanke hatte zuvor vom Kongress gefordert, das Hilfspaket über 700 Mrd. $ rasch auf den Weg zu bringen, um „ernsthafte Folgen für die Wirt-schaft zu verhindern. Die Sektoren Materials (-3,2 %) und Energy (-2,9 %) verbuchten die größten Verluste.

Unter Druck standen auch Finanzwerte, die einflussreiche Analystin, Meredith Whitney; hatte die Gewinnschätzungen für einige Finanzhäuser reduziert. Auch heute werden die Banken-werte im Fokus stehen. Warren Buffet wird 5 Mrd. $ in die US-Bank Goldman Sachs investieren. Sein Unternehmen Berkshire wird das Geschäft mit Vorzugsaktien unbegrenzter Laufzeit und einer 10%tigen Dividende finanzieren. Als Reaktion auf den „Buffet-Einstieg“ legen die US-Aktienfutures aktuell recht deutlich zu.

Am Nachmittag werden die Rede von Ben Bernanke vor dem Wirtschaftsausschuss des Kongresses und die Veröffentlichung der Eigenheimverkäufe im Monat August die weitere Handelsrichtung vorgeben. Aus charttechnischen Gesichtspunkten bleibt das Bild des Dow Jones weiter angeschlagen. Mit dem Schlusskurs von gestern wurde das untere Begrenzungsband durchbrochen. Zudem ist festzustellen, dass die Bewegungsdynamik in den vergangenen Tagen zugenommen hat. Somit bleibt zunächst die Marke von 10.600 Punkten das nächste, mittelfristige Kursziel auf der Unterseite. Auf der Oberseite stellt das Level von 11.085 Zählern eine beachtenswerte Marke dar.

Der deutsche Aktienhandel war auch gestern wieder von großer Unsicherheit geprägt. So verwun-dert es nicht, dass der Dax mit einem Abschlag von 0,6 % bei 6.068 Zählern aus dem Handel ging.Der Eurostoxx 50 gab um 1,3 % ab. Der Handel ist weiter von großer Unsicherheit geprägt, welche zu einer „Kaufzurückhaltung“ führte. Dem Negativtrend des Gesamtmarktes konnte sich die Aktie der Dt. Postbank erfolgreich entziehen. Das Papier kletterte als bester Daxwert um 4,43 % auf 37,70 €. RWE und E.ON gewannen ebenfalls hinzu, während die Aktien von MAN (- 5,33 %), VW (-4,96 %), Lufthansa (-4,89 %) und ThyssenKrupp (- 4,28 %) deutlichere Verluste hinnehmen mussten. Die Indikation für den heutigen Handelsstart fällt im Vergleich mit dem Xetrasschluss etwas schwächer aus. Dennoch kann festgestellt werden, dass die Nachricht, über den Einstieg von Warren Buffet bei der US-Bank Goldman Sachs, positive Impulse nach sich zieht. Der Eurostoxx 50 (siehe Grafik) hat in den letzten Tagen etwas mehr als der Dax verloren.

Unter diesem Aspekt lohnt ein Blick auf die charttechnische Verfassung des Index. Dieser ist aktuell in einer Range zwischen 3.220 Punkten auf der Ober- und 3.087 Zählern auf der Unterseitegefangen. Diese Marken gilt es für den weitern Verlauf zu beachten. Ein Ausbruch in die eine-oder andere Richtung würde ein Handelssignal auslösen. Versucht man Wahrscheinlichkeiten zu definieren, sind diese eindeutig in Trendrichtung, auf der Unterseite, am größten.

(rheinmain)


 


 

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