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Führungsstreit

Magna will Opel-Chefposten offenbar selbst besetzen

(bo/ddp-hes). Der Autohersteller Opel soll nach Abschluss des Verkaufsprozesses offenbar doch nicht vom Chef der General-Motors-Europasparte, Carl-Peter Forster, geführt werden.

Vielmehr solle mit Herbert Demel ein Manager aus den Reihen des neuen Eigners Magna den Autokonzern leiten, berichtete die «Wirtschaftswoche» am Samstag vorab unter Berufung auf Kreise des österreichisch-kanadischen Zulieferers. Demel verantwortet dem Bericht zufolge derzeit die Magna-Steyr Fahrzeugtechnik in Graz, die unter anderem für BMW und Daimler Autos entwickelt und produziert. Diese Stelle müsste er jedoch aufgeben, da die Kunden von Magna auf einer strikten Trennung der Auto- und Zulieferer-Sparten bestünden.

Bislang seien Demel als Chef der Opel-Holding und der Chef der Europasparte der Opel-Mutter General Motors (GM), Carl-Peter Forster, als Verantwortlicher für das operative Geschäft im Gespräch gewesen. Aus dem Umfeld Forsters hieß es weiter, dass dieser sich derzeit nach einem neuen Job umsehe.

Unterdessen berichtete die «Automobilwoche», dass die ursprünglich bis Ende November datierte staatliche Überbrückungshilfe für Opel bis Anfang 2010 reiche. Grund seien unerwartete Mehreinnahmen durch gute Absätze infolge der Abwrackprämie sowie der der Erfolg des neuen Insignia, sagte der Bochumer Betriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel. «Das Geld wird deshalb wohl bis in den Januar hinein reichen.»

Ursprünglich war der Kreditvertrag über 1,5 Milliarden Euro bis zum 30. November datiert. Unter Berufung auf die Firmenzentrale hieß es weiter, dass Opel infolge der positiven Entwicklung bislang den Gesamtbetrag noch nicht abgerufen habe. «Im Gegenteil, wir haben einen Teil schon wieder zurückgezahlt», sagte ein Insider.

Am 3. November soll der GM-Verwaltungsrat über den Opel-Verkauf entscheiden. Ob dem Verkauf zugestimmt wird, ist weiter offen. Zwar wollten die Opel-Arbeitnehmer sich wappnen, von einem «Generalstreik» im Falle eines Verbleibs bei GM spreche aber derzeit niemand, sagte Einenkel mit Blick auf entsprechende Berichte.

(Redaktion)


 


 

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