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MainCoaching-ABC: U wie Unzufriedenheit

Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach? Wege aus der Unzufriedenheit

Viele Menschen sind mit ihrem Job oder ihrer persönlichen Lebenssituation unzufrieden, scheuen aber eine Veränderung. In dieser MainCoaching-Folge lesen Sie, warum das so ist und wie Unzufriedenheit leichter aufgelöst werden kann.

Ein klassisches Thema im Coaching ist, dass Klienten mit ihrem Job unzufrieden sind: mit der Aufgabe, dem Chef, dem Umfeld, dem Pensum… oder auch mit dem eigenen Verhalten, den Fähigkeiten im bzw. der persönlichen Einstellung zum Job. Manche haben schon versucht, etwas zu verändern - andere haben keine Idee, welche Veränderung eine Lösung bringen könnte.

Meistens ist damit die Frage verbunden, warum Veränderungen oftmals so schwer fallen oder mehr Zeit brauchen, als uns lieb ist. Vielleicht kennen Sie das: So oft schon haben Sie sich vorgenommen, öfter mal „nein“ zu sagen – aber irgendwie… Eigentlich wollten Sie ja pünktlicher, weniger abgehetzt, besser vorbereitet in Meetings gehen, aber….Seit Monaten wollten Sie sich schon um einen neuen Job kümmern, aber… Grundsätzlich ist der Mensch evolutionsbedingt auf Veränderung seines Verhaltens angelegt. Aber solange die Grundbedürfnisse befriedigt sind und „allgemein alles im grünen Bereich ist“, läuft alles wie gehabt. Unser Unterbewusstsein ist träge. Mit seinem Arbeitsmotto „Das haben wir schon immer so gemacht, das machen wir auch weiterhin so“ bremst es uns oftmals in unseren Vorhaben aus.

Erst wenn genügend Anreiz für Veränderung vorhanden ist, können wir den Schritt zum erwünschten Neuen vollziehen. Man spricht hier auch von den zwei „P“, die für Veränderung notwendig sind: Pain (Schmerz im Sinne von Leidensdruck) oder Pleasure (Spaß, Vergnügen als Motivation bzw. Anreiz im positiven Sinne). Solange diese zwei Ps (bzw. zumindest eines davon) nicht groß genug sind, findet keine Veränderung statt. Der Mensch hat nämlich eine beträchtliche Leidens- bzw. Gewöhnungsschwelle. So erträgt man schlimme Bedingungen oder ein schlechtes Umfeld, indem man sich immer wieder stückchenweise an diese gewöhnt. Wenn es dann noch schlimmer wird, verschiebt sich lediglich der Pegel – und man kann sich wieder erneut assimilieren.

Da wir die Wahrnehmung eines Unterschieds brauchen, um ein Problem zu erkennen, sind zwar viele Menschen unzufrieden – es geht ihnen aber nicht schlecht genug, um etwas zu verändern. Richtig unglücklich ist man dann nicht; aber die Abwesenheit von Unglück bedeutet noch lange nicht Glück bzw. Zufriedenheit. Wenn Sie also eher mit Dingen in Ihrem Umfeld unzufrieden sind, können folgende Leitfragen helfen, eine Bestandsaufnahme zu machen – oder auch in regelmäßigen Abständen eine Veränderung zu überprüfen:

Auf einer Skala von 0 – 10:

 Wie zufrieden bin ich insgesamt mit meiner aktuellen Lebens- und Arbeitssituation?

 Wie zufrieden bin ich zurzeit mit meiner beruflichen Situation? … und wie zufrieden mit meiner privaten Situation?

 Wie hoch ist mein Glückslevel: Wie glücklich fühle ich mich zurzeit?

 Schreiben Sie auf:

o Was macht mich aktuell privat / beruflich zufrieden?

o Was lässt mich derzeit privat / beruflich unzufrieden sein?

o In welchen Bereichen meines Lebens spüre ich wie / wann / worüber momentan Glück?

Wenn Sie mit Eigenschaften, Verhalten oder Einstellungen an sich selbst unzufrieden sind, ist es besonders wichtig, Ihr Unterbewusstsein aktiv in den Veränderungsprozess mit einzubeziehen. Dazu finden Sie dann in der nächsten MainCoaching-Folge „V wie Veränderungsbremse Unterbewusstsein“ das nächste Mal mehr!

Viel Muße, Freude und Erfolg beim Auflösen Ihrer Unzufriedenheit wünscht Ihnen Ihr MainCoach - Stefanie Bathe

Nächste Woche: „Veränderungsbremse Unterbewusstsein“. Mehr Infos über Coaching sowie angeleitete Selbstreflexionen und kostenlose Übungen zu klassischen Coachingthemen finden Sie in den MainWiesn unter www.maincoach.de.

MainCoach - Stefanie Bathe unterstützt im praxisnahen Coaching die Klienten in ihrer individuellen Zielerreichung: für Zufriedenheit, persönlichen und beruflichen Erfolg. Durch kontinuierliche Aus- und Fortbildung seit 1998 kombiniert Stefanie Bathe klassische und innovative Coachingtechniken sowie therapeutische Interventionen mit ihrer eigenen, jahrelangen Business- und Führungserfahrung.

(Redaktion)


 


 

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