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Marktkommentar Renten

Tendenz: uneinheitlich

Europäische Staatsanleihen tendierten zur Wochenmitte uneinheitlich. Während kurze und mittlere Fälligkeiten von der unverändert hohen Erwartungshaltung auf weitere Zinsschritte der EZB noch im Januar profitierten, litten lange Laufzeiten unter der schlechten Aufnahme der Aufstockung der 10-
jährigen Bundesanleihe. Der Anstieg der deutschen Arbeitslosenquote auf 7.6 % und nachgebende Aktiennotierungen verhinderten jedoch einen größeren Absturz. In Amerika lieferte der ADPBeschäftigungsreport mit einem Minus von 693.000 Stellen sehr negative Vorgaben für den am Freitag anstehenden US- Arbeitsmarktbericht. Allerdings konnten trotz sehr schwacher Aktienbörsen nur die Anfangsverluste wettgemacht werden, kurze und mittlere Laufzeiten waren aber auch hier gesucht. Der Bund (123.13) schloss 37 leichter, Schatz- (107.625) und Bobl- Kontrakt (115.845) gingen dagegen 10½  bzw. 6 Ticks höher aus dem Markt. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe stieg auf 3.18 %, der Renditeabstand zwischen 2- und 10-jährigen Bundesanleihen weitete sich auf 151 BP aus. 10-jährige US- Treasuries rentieren unverändert bei 2.46 %, der JGB- Future (138.72) verliert 45 Stellen. Der Euro legt auf 1.361 Dollar zu, der Preis für das Barrel Öl fällt deutlich auf 42.7 Dollar.
Der heutige Tag steht ganz im Zeichen des Zinsentscheids der Bank of England. Die Erwartungen eines großen Schritts von 100 BP könnte jedoch enttäuscht werden, die Mehrheit geht von einer Zinssenkung um 50 BP auf 1.50 % aus. Daneben richtet sich die Aufmerksamkeit auf Stimmungsindikatoren wie Konjunkturklima (2.7), Wirtschafts- (71.8), Industrie- (30) und Verbrauchervertrauen (-26), die Arbeitslosenquote (7.8 %) und die endgültigen Wachstumszahlen für das 3. Quartal (-0.2 %/0.6 %) der Eurozone. Sehr schwache Auftragseingänge der deutschen Industrie im November (-1.9 %/-20.1 %) und die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (545K) in USA dürften zudem
die Bondmärkte stützen. Angesichts des weiter seh hohen Angebotes an Neuemissionen sollten sich Kursgewinne jedoch in Grenzen halten.
Am Primärmarkt versteigert Frankreich heute insgesamt 6-7 Mrd. Euro in 10-, 15- und 30. jährigen OATs. Spanien begibt eine neue 3-jährige Titel im Volumen von 3.5 Mrd. Euro und stockt 5-jährige um 1.5-2 Mrd. Euro auf. Österreich schließt seine 3- jährige Benchmarktransaktion über 3 Mrd. Euro
(Midswap +10-15 BP) ab, Irland schließt die Bücher für eine 5-jährige Anleihe im gleichen Volumen (Midswap + 90 BP). Die staatsgarantierte SFEF schloss eine 5-jährige Transaktion über 5 Mrd. Euro erfolgreich bei Swapmitte + 15 BP ab. Das amerikanische Schatzamt verkauft heute 16 Mrd. Dollar
10-jährige US- Treasuries.

Technik:
Der Bund- Future markierte ein Tagestief bei 122.69, konnte sich im Handelsverlauf aber stabilisieren und ging 37 Stellen tiefer bei 123.13 aus dem Markt. Die Indikatoren zeigen nach unten, die Korrektur dürfte sich fortsetzen. Der Trend ist noch intakt, seine Unterseite bei 122.88 dürfte heute aber nochmals getestet werden. Wird sie unterschritten, liegen die nächsten Unterstützungen bei 122.67 (50 % von 119.77 bis 125.56) und 122.47 (Tief v. 16.12.). Widerstände finden wir bei 123.45 (38.2 % % von 124.67 bis 122.69), 123.68 (50 %) und 123.91 (61.8 %). Erst über 124.30 hellt sich das Bild wieder auf, mit Überwinden von 124.59 kann die Korrektur als abgeschlossen gelten.

(Redaktion)


 


 

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