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Stadtumbau

Mehr Leben auf dem Marktplatz

Als einen "gelungenen Kompromiss zwischen Transparenz, Gebäudestruktur und Ansprüchen des Denkmalschutzes" hat Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky die am Montag im Magistrat präsentierten Pläne zur Neugestaltung des Marktplatzes bezeichnet.

Es sei eines der zentralen Projekte im laufenden Stadtumbau, die große Freifläche im Herzen der Stadt attraktiver zu gestalten und durch die gezielte Ansiedlung neuer Gastronomie auch jenseits der Markttage für eine Belebung zu sorgen. "Das vorhandene Angebot und die bisherige Nutzung werden der zentralen Lage einerseits und der reizvollen Kulisse des Neustädter Rathauses mit dem Nationaldenkmal der Brüder Grimm andererseits in keiner Weise gerecht. Der Innenstadtumbau eröffnet uns jetzt die Möglichkeit, den Marktplatz in seiner Bedeutung zu stärken und die Aufenthaltsqualität spürbar zu erhöhen," kommentiert Kaminsky die vom Magistrat gefällten Beschluss.

Folgen die Stadtverordneten in ihrer Sitzung am 27. Februar dieser Entscheidung, soll ein entsprechender Bauantrag noch in diesem Jahr eingereicht werden und der Startschuss für die Gesamtmaßnahme im Frühjahr 2013 fallen. Wie Stadtrat Axel Weiss-Thiel erläutert, geht die aktuelle Kostenschätzung des Eigenbetriebs Hanau Verkehr und Entsorgung (HVE) für das Vorhaben von rund 9,5 Millionen Euro aus.

Die von HVE vorgelegten Pläne sehen unter anderem vor, die vier vorhandenen Pavillons auf der Ost- und Westseite des Marktplatzes zurückzubauen. Im Gegenzug soll in dem neu zu errichtenden Ostgebäude gegenüber des Kaufhofs zwei weiträumig und großzügig verglaste Tiefgaragenzugänge entstehen. Das zweigeschossige Gebäude, das mit viel Glas so transparent wie möglich gehalten sein wird und dennoch einen bautechnischen Akzent zum gegenüberliegenden Gebäudekörper setzen soll, bietet Platz für den Blumenladens und das Kiosk. Darüber hinaus soll Gastronomie mit rund 200 Plätzen angelegt werden. Eine weitere Besonderheit, so Weiss-Thiel, stellen die vorhandenen Lüftungsanlagen für das Basement des Kaufhofs dar, die in Platzierung und Ausgestaltung an dieser Stelle berücksichtigt werden müssen. Ein mehr als acht Meter breiter Durchgang zum Kaufhof bringt die erwünschte Durchlässigkeit zwischen Marktplatz und Fahrstraße.

Im Westen des Marktplatzes bleibt das Gebäude um das Café Central und den Zeitschriftenladen im wesentlichen erhalten. Die neue Konstruktion, die mit dem gegenüberliegenden Gebäude korrespondiert, setzt sich vor bzw. über die vorhandene Dachkonstruktion und ist ebenfalls zweigeschossig. Dadurch entstehen auch neue Nebenräume für das Cafe Central. Die notwendigen Zu- und Abgänge zur Tiefgarage werden auch hier mit großzügigen Treppen und großflächigen Verglasungen sowie mit einem barrierefreien Lift ausgestattet.
Unmittelbar im Zusammenhang mit der Neugestaltung des Marktplatzes steht auch die Sanierung der Tiefgarage. Das unterirdische Parkhaus muss aufgrund der veralteten Technik und aktuell gültiger Sicherheitsstandards von Grund auf erneuert werden. Nach Abschluss der Arbeiten wird sich die Tiefgarage jedoch nicht nur schöner, heller und ansprechender präsentieren, sondern auch die gesamte Parkfläche wird neu strukturiert, um den heutigen Erfordernissen Rechnung zu tragen. Bedingt durch diese Neuordnung werden sich die Stellplätze von derzeit 227 auf 192 Stellplätze reduzieren. Doch durch die damit einhergehende Verbreiterung der Parkplätze erhöht sich deutlich die Anzahl der Stellplätze, die mit neuer Breite von den aktuell gängigen Fahrzeugen benutzt werden können.

Außerdem entstehen im Nordwesten zwei neue Eingänge mit breiten Treppen. Ein rollstuhlgerechter Aufzug sorgt künftig für Barrierefreiheit. Auch die öffentliche WC-Anlage erhält einen neuen Platz im südöstlichen Bereich der Tiefgarage. Die Lage der Ein- und Ausfahrtsrampe bleibt jedoch erhalten. "Gelingt es uns, den heute skizzierten Ablauf einzuhalten, könnte das Gesamtvorhaben 2014 fertig gestellt sein", beschreibt Weiss-Thiel den Zeitrahmen für das Projekt.

Während der Umbaumaßnahmen in der Tiefgarage werden die Parkplätze nach den Worten des Stadtrats zumindest zeitweise nicht zur Verfügung stehen. Ein Park-Problem für die Hanauer Autofahrerinnen und -fahrer, so der Verkehrsdezernent, werde sich daraus aber nicht ergeben, denn immerhin verfüge die Innenstadt über mehr als 3.000 Parkplätze, so dass ein temporärer Ausfall von rund 230 Plätzen zu kompensieren sein sollte. "Wir bieten mit den Parkhäuser in der Steinheimer Straße, am Frankfurter Tor, in der Nürnberger Straße und am neuen Kino ausreichend Stellplätze in gut erreichbarer Entfernung."

(Stadt Hanau)


 


 

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