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Kritik an Banken

Meisner kritisiert das Verhalten vieler Banker in der Finanzkrise

(bo/ddp.djn). Der Kölner Erzbischof, Kardinal Joachim Meisner, kritisiert das Verhalten vieler Banker in der Finanzkrise. «Der Banker ist Treuhänder für Geld, das ihm nicht gehört und mit dem er arbeiten muss», sagte er der «Kölnischen Rundschau» (Mittwochausgabe). Er nannte es «erschütternd», dass Leute mit Dingen Handel treiben, die nicht existierten.

Meisner betonte: «Menschenrechte sind Gottesrechte, und wenn man sich das klarmacht, dann kann man nicht einfach seinen Job durchziehen ohne weitere Rücksichten, gleich in welcher Branche.» Die soziale Marktwirtschaft könne nur «global gedacht werden». Zum Umgang mit Geld erinnerte Meisner an das erste Gebot: «Du sollst keine fremden Götter neben mir haben.»

Der größte Reichtum eines Menschen sei nicht Geld und Gut, sondern der Glaube an den lebendigen Gott. Er selbst verfüge über keine Aktien, berichtete Meisner, sondern habe lediglich ein Bankkonto mit einem vierstelligen Betrag. Er achte sehr darauf, dass nicht zu viel Geld auf dem Konto sei. «Ich habe eine große Familie und so viele Leute, denen ich helfen muss. Da schenke ich das Geld weg.»

(Redaktion)


 


 

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