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Neuer Online-Service der IHK und HWK

Meta-Formular beschleunigt Firmengründung

In den 28 rheinland-pfälzischen Starterzentren der Industrie- und Handelskammern sowie Handwerkskammern gibt es ab sofort einen Service, der Existenzgründern die ersten unternehmerischen Schritte spürbar erleichtert: Über ein Internetportal ist ein so genanntes Meta-Formular freigeschaltet, auf dem sich alle Gründungsformalitäten online bearbeiten lassen. Damit werden den Existenzgründern viele Wege zu Behörden erspart. Denn sie können amtliche Dokumente - wie Gewerbemeldungen sowie weitere notwendige Anmeldungen und formale Anträge - auch elektronisch über E-Government konforme Datenwege versenden.

Damit ist die rheinland-pfälzische „One-Stop-Shop“-Initiative ihrem Ziel, Gründungsprozesse zu vereinfachen und zu beschleunigen, wieder einen Schritt näher gekommen. Zum neuen Service in Rheinland-Pfalz betonen Richard Patzke, Hauptgeschäftsführer der IHK für Rheinhessen, und Dr. Rüdiger Beyer, Hauptgeschäftsführer der IHK für die Pfalz, für die Arbeitsgemeinschaft der rheinland-pfälzischen Industrie- und Handelskammern: „Für Existenzgründer bedeutet dieses innovative und ehrgeizige Projekt eine wesentliche Vereinfachung von Geschäftsabläufen, einen bedeutend besseren Einblick in die Verwaltungsangelegenheiten und nicht zuletzt eine große Einsparung an Zeit sowie Kosten.“

Mit dem One-Stop-Shop Rheinland-Pfalz bieten die Starterzentren in Rheinland-Pfalz ein umfassendes, webbasiertes Leistungsangebot für Gründer an, mit dem die Gründungsformalitäten wie Gewerbemeldungen sowie Mitteilungen an das Finanzamt , die Betriebsnummernstelle der Agentur für Arbeit sowie an die Berufsgenossenschaft erledigt werden können. Günther Tartter, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft der Handwerkskammern Rheinland-Pfalz, unterstrich, dass dieser Service ortsunabhängig sowie rund um die Uhr zur Verfügung stehe. Dies stelle für die gründenden Handwerker eine erhebliche Vereinfachung dar und erleichtere den Gründungsprozess nachhaltig.

„Dieses „Meta-Formular“-Projekt trägt mit seiner verbesserten Kundenfreundlichkeit nachhaltig dazu bei, die Wirtschaft in Rheinland-Pfalz zu stärken, das Land attraktiv für junge Unternehmer zu machen und damit auch zum Schritt in die Selbstständigkeit zu motivieren“, lobte Wirtschaftsminister Hendrik Hering das Angebot. Er begrüße es ausdrücklich, dass die Kammer dieses Angebot mit aktiver Beratung ergänze und alle Gründerinnen und Gründern bei der Abwicklung der Formalitäten mit Rat und Tat zur Seite stehe. Ein umfassendes Beratungsangebot gebe es in Rheinland-Pfalz flächendeckend. „Und dies ist eine zentrale Voraussetzung für erfolgreiche Gründungen“, so der Minister weiter.

Im One-Stop-Shop müssen die zur Geschäftsaufnahme notwendigen Daten nur einmalig erfasst werden. Zudem stellt der One-Stop-Shop dem Gründer über integrierte Webservices fallspezifisches Detailwissen und Hintergrundinformationen über die erfolgte Tätigkeitsauswahl zur Verfügung, so dass Laufwege bei Erlaubnispflichten transparent gemacht werden. Auch kann sich der Gründer einen Überblick über die Gründungsformalitäten und die (schon bearbeiteten) Formulare verschaffen. Mit der Kammer als zentraler Ansprechpartnerin, der Online-Hilfefunktion des One-Stop-Shop und der Telefonhotline der Starterzentren (Telefon: 01805 – „IHK-START“ bzw. – „HWK-START“) bleiben keine Fragen offen. Durch die sichere passwortgeschützte Webanwendung ist man nicht mehr ortsgebunden und man kann sich somit seine Zeit für die Anmeldung frei einteilen. All diese Vorteile können eine Zeitersparnis im Gründungsprozess um mehr als einen Monat ermöglichen.

Der One-Stop-Shop hat das Ziel, die Kommunikation zwischen Gründern und den an der Gründung beteiligten Organisationen zu vereinfachen und zu verbessern. Die Übertragung der wichtigen Formulardaten zur zugehörigen Stelle (Statistisches Landesamt, Finanzamt, Agentur für Arbeit etc.) erfolgt weitestgehend elektronisch und unmittelbar nach erfolgter Prüfung durch den Gründungsberater. Den angeschlossenen Instituten ermöglicht das Programm eine Verbesserung der Gründungsberatung, da Hintergrundinformationen zu einzelnen Gewerben wie Erlaubnispflichten direkt abrufbar sind. Damit steigert der One-Stop-Shop die Transparenz im Gründungsprozess. Die Datenübertragung zwischen den angeschlossenen Institutionen erfolgt in definierten Datenformaten auf gesicherten Übertragungswegen. Bereits heute wird der One-Stop-Shop den hohen E-Government-Standards bei der Datenübertragung gerecht.

Schon zu Jahresbeginn 2007 ging man in den rheinland-pfälzischen Starterzentren neue Wege unter dem Motto „Dienstleistung aus einer Hand“: Um den Gründungsprozess zu vereinfachen, ist es seitdem in den Starterzentren möglich, neben Erstinformationen und qualifizierten Beratungen auch Gewerbeanmeldungen online zu tätigen.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern Rheinland-Pfalz

(Redaktion)


 


 

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