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Volker Lapp

Minimalist mit Schlafplatzblick

Der Mann ist ein in sich ruhendes Energiepaket. Wer Volker Lapp Aug’ in Aug’ begegnet, kann gar nicht anders, als seiner Begeisterung für Natur und Abenteuer zu verfallen.

Mit neun Jahren ging er das erste Mal auf die Jagd, im Alter von zwölf kam der erste Hund ins Haus, mit 16 trampte er zur Eiger-Nordwand und mit 18 entdeckte er Pferde als treue Reisebegleiter für sich. Überhaupt: Volker Lapp hat vieles einfach ausprobiert. Er lässt sich gerne ein. Auf die Wildnis. Und auf das Geschäftsleben.

Volker Lapp, der Planer.

Planung ist das halbe Leben! Was sich wie ein antiquierter mütterlicher Ratschlag an den unordentlichen Sohnemann anhört, ist für Volker Lapp meistens (überlebens)wichtig. Das Improvisationstalent hat gelernt, „wie wichtig die absolut sorgfältige Vorbereitung einer Expedition ist.“ Denn: „Wer bei 30 Grad Celsius im Schatten eine Wildnistour in Alaska plant, nimmt garantiert zu wenig warme Kleidung mit.“ Doch so einfach ist es natürlich selten, wenn sich Volker Lapp aufmacht, die Welt und ihre einzigartigen Naturwunder zu Fuß, mit dem (selbstgebauten) Boot, auf dem Rücken eines Pferdes oder am Steuer eines Geländewagens zu erkunden. „Es kommt vor allem auf den medizinischen Teil an“, sagt der drahtige Offroad-Spezialist. Deshalb gibt Lapp seit 20 Jahren ein Buch heraus: „Wie helfe ich mir draußen“ ist ein Bestseller, der demnächst in der achten Auflage erscheinen wird. In dem Standardwerk lernt man auch, wie man sich unter freiem Himmel bettet. „Über die Jahrzehnte habe ich einen regelrechten Schlafplatzblick entwickelt“, sagt Lapp, der auch auf Geschäftsreisen innerhalb Deutschlands gerne draußen übernachtet.

Volker Lapp, der Kaufmann .

Lapp hat einen eigenen Geschäftssinn kultiviert. „Mir war immer klar, dass ich selbstständig werde“, sagt er. 1978 hat der gebürtige Hanauer seine erste Firma gegründet. Mittlerweile arbeitet Lapp hauptsächlich für Unternehmen. Er organisiert Touren, Offroad-Events, Incentives und begleitet Fernsehteams. Der Vater eines 17-jährigen Sohnes hat als Erster Expeditions-Seminare in Deutschland angeboten. „Die haben damals etwa 300 Mark gekostet.“ Und so war der Weg zum Geschäft mit langlebigen Ausrüstungsgegenständen nicht weit, denn „die Leute haben mich immer gefragt, ob ich auch Ausrüstung besorgen kann.“ Und schon war er geboren, der „Expeditions & Ausrüstungskatalog“ à la Lapp.

Volker Lapp, der Erfinder.

Zahlreiche Erfindungen hat Volker Lapp im Laufe seiner Outdoor-Karriere gemacht. Unter dem Label „System Lapp“ gibt es unter anderem einen Rucksack-Container. Der ist wasserdicht, bärensicher und schützt den Inhalt vor Nässe und Schmutz. Schlafsacksysteme hat der Sieger des Team Spirit Award bei der „Camel-Trophy 1984“ ebenfalls erfunden. „Besonders stolz bin ich auf mein Boot ‚Indio’, dass weltweit immer noch sehr beliebt ist“, sagt Lapp, der alle Kontinente erkundet hat.

Volker Lapp, der Öffentlichkeitsarbeiter.

Viele seiner Touren hat Volker Lapp auf eigene Faust geplant – und finanziert. Doch schnell wurde ihm klar: „Mit einer außergewöhnlichen Idee kann man auch Unternehmen und Partner gewinnen und finanziell beteiligen.“ Lapp beherrscht die Klaviatur der Medienkommunikation: Die Zeitungsartikel über ihn und seine Touren füllen mehrere Ordner. Seine speziell umgebauten Geländefahrzeuge werden in Büchern vorgestellt. „Ich begleitete zum Beispiel ein ZDF-Fernsehteam bei der ‚Pharao-Rallye’. Und auf RTL hatten wir sogar eine eigene Sendung.“ Volker Lapp segelte von Hanau nach Afrika und zurück. Er bestieg den Mont Blanc, paddelte durch halb Kanada und organisierte Floßfahrten und Abseilaktionen für Filmteams.

Lapp bestritt ein 2.000 Kilometer langes Motorbootrennen auf dem Niger und fuhr mit dem Hundeschlitten durch Skandinavien. Der gelernte Maschinenschlosser hat Autos und Motorräder gekauft, umgebaut und verkauft. „Ich probiere eben gerne alles aus.“ Wie gut, dass er dabei immer seinen Ratgeber „Wie helfe ich mir draußen“ im Reisegepäck hat .

„Ich fahre selbst sehr gern Kart und genieße die Atmosphäre an einer der schönsten Outdoor-Kart-Strecken in Deutschland. Die Bahn hat sogar Europameisterschafts-Status! Hier treffe ich Leute, die ich kenne und mag. Und hier führe ich gelegentlich auch Veranstaltungen durch.“

mehr Informationen: www.volker-lapp.de

Quelle: 360° - Das Wirtschaftsmagazin, Herausgeber Main-Kinzig-Kreis, Ausgabe 3/2008

(Redaktion)


 


 

Volker Lapp;Interview Volker Lapp;Firma Volker Lapp

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