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Marktwirtschaft

Ministerpräsident Koch verteidigt Risikogeschäfte von Banken

(bo/ddp-hes). Der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) hat die umstrittenen Risikogeschäfte der Banken verteidigt. Der Hamburger Wochenzeitung «Die Zeit» sagte der CDU-Politiker laut einem Vorabbericht vom Mittwoch, er selbst würde keine Zertifikate kaufen, doch es müsse für eine Bank trotzdem das Recht geben, ein hohes Risiko gegen Prämie zu verkaufen. Die Marktwirtschaft lebe davon, dass sie in der Lage sei, Risiken zu einem gegebenen Preis zu verkaufen. Wichtig daran sei nur, dass jeder Käufer sein Risiko kenne und dass sich der Preis fair bilden könne.

Von den Banken erwartet Koch allerdings auch, dass sie ihre
Verantwortung wahrnehmen: «Wenn wir wollen, dass die Bürger auch
moderne Finanzprodukte kaufen und nicht ihr Geld alleine auf das
Sparbuch legen, dann brauchen sie Beratung.» Jeder Kunde müsse gesagt
bekommen, dass je höher der Zinssatz ist, desto höher auch das Risiko
zu verlieren.

Koch forderte allerdings auch stärkere Kontrollen und einheitliche
Standards für die internationalen Finanzmärkte. Intransparente
Finanzprodukte dürften von der Finanzaufsicht nicht mehr genehmigt
werden, sagte der Ministerpräsident. Die Verbriefung von Risiken sei
zwar eine gute Idee, das Vermischen von Risiken, um sie unerkennbar
zu machen, sollte aber verboten werden.

Als Reaktion auf die Krise forderte Koch weiter, Banken dazu zu
verpflichten, ihre Geschäfte mit Eigenkapital zu unterlegen. Er
schlägt hierzu Quoten von 5 bis 20 Prozent vor.

(rheinmain)


 


 

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