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Marktkommentar Aktien

Chinas Exporte steigen im Mai um fast 50 %

Die US-Börsen verabschiedeten sich gestern mit leichten Verlusten aus dem Handel. Nach einem zunächst freundlichen Auftakt drehten die Aktienmärkte ins Minus.

Der Dow Jones fiel um 0,4 % auf 9.899 Punkte und konnte somit die psychologisch wichtige Marke von 10.000 Punkten nicht verteidigen. Der breiter gefasste S&P500 gab auf 1.056 Punkte nach und verlor damit 0,6 %.

Auch für die Technologiebörse Nasdaq ging es abwärts. Zum Handelschluss stand ein Minus von 0,54 % zu Buche. Verlierer des Tages war die Aktie von BP. Der Kurs des für die Ölkatastrophe im Golf
von Mexiko verantwortlichen Energiekonzerns brach von 34,68 auf 29,20 USD ein, ein Minus von fast 16 %. Noch deutlicher (18,6 %) gaben die Aktien des ebenfalls am Ölfeld im Golf beteiligten Ölförderers Anadarko Petroleum nach.

Der Dax startete gestern, getrieben von deutlichen Kursgewinnen bei Finanz- und Autowerten, durch. Die Aktie von Daimler führte die Gewinnerliste des Dax mit einem Aufschlag von 4,22 %
an, dahinter rangierten Infineon (+3,32 %), BMW (+3,26 %) und Siemens (+2,96 %). Verlierer gab es gestern nicht. Das auf Xetra gehandelte Volumen betrug 115 Mio. Aktien was im Vergleich mit dem Vortag (163 Mio. Aktien) schwächer ausfiel. Schlussendlich betrug das Kursplus 116
Punkte oder 1,98 % auf 5.984 Zähler.

Positive Aussagen von Fed-Chef Bernanke (er rechnet mit
einer weiteren Erholung der Wirtschaft) und damit einhergehend steigenden Kursen an der Wall Street, sowie die Erholung des Euro, trugen zu den Kursgewinnen bei. Darüber hinaus spielte aber
auch das Überwinden wichtiger Chartpunkte eine Rolle. Insbesondere ist hier der „Fibonacci-Cluster“ im Bereich von 5.889 Zählern aber auch die Marke von 5.944 Punkten (Retracement) zu nennen. Für den weiteren, kurzfristigen Verlauf wird es darauf ankommen, ob der Widerstand bei 5.976 Zählern überwunden werden kann. Gelingt dies, lauten die nächsten Orientierungspunkte 6.023 und 6.064 Zähler.

Spätestens hier sollte die Luft nach oben deutlich dünner werden, da auch andere Analysemethoden, wie z.B. nach Gann, in dieser Zone markante (Widerstands) Punkte signalisieren. Die Vorgaben für den heutigen Handelsstart fallen gemischt aus. Während die Kurse
an der Wall Street im späten Handel ins Minus drehten, starteten die asiatischen Aktienmärkte freundlich in den Donnerstag.

Heute steht der Tag ganz im Zeichen der EZB. Niemand rechnet damit, dass die Währungshüter in ihrer heutigen Sitzung eine Erhöhung des Leitzinses beschließen. Das Gros der Analysten – wir eingeschlossen – hat seine Erwartungen für die Zinswende im Euroraum weiter in die Zukunft verschoben. Die europäische Schuldenkrise, die anstehenden Konsolidierungsprozesse vieler Mitgliedsstaaten und die damit einhergehenden Wachstumsverlangsamungen lassen keinen Spielraum für eine restriktivere Geldpolitik, sondern hatten, im Gegenteil, bereits eine Ausdehnung des Expansionsgrades zur Folge.

Mit dem Beschluss, Staatsanleihen von angeschlagenen Euroländern auf dem Sekundärmarkt anzukaufen, hatte die EZB Anfang Mai Neuland betreten und war für diese Entscheidung teils heftig kritisiert worden. Bisher wurden Anleihen im Volumen von etwa 40 Mrd. Euro gekauft. Mit weiteren Informationen, etwa aus welchen Ländern Anleihen gekauft
wurden oder in welchen Umfang weiterhin gekauft werden soll, hielt sich die Notenbank jedoch bisher bedeckt. Die Rede des EZB-Chefs auf der heutigen Pressekonferenz, von der man sich auch Details zu dem Ankaufprogramm erhofft, wird daher mit Spannung erwartet.

(Christian Schmidt)


 


 

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