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Wettbewerblicher Dialog

Mit fünf Investoren geht Hanau in die zweite Phase

Der wettbewerbliche Dialog geht mit den Lösungsvorschlägen von fünf Investoren in die zweite Phase, so die Entscheidung des Hanauer Magistrats. Damit haben alle eingereichten Konzepte für die Neugestaltung und Aufwertung des Hanauer Stadtkerns überzeugt. Oberbürgermeister Claus Kaminsky, der Magistrat sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Stadtverordnetenversammlung, Ämtern und Fachbereichen der Stadtverwaltung haben sich mit den eingereichten Lösungsvorschlägen intensiv auseinandergesetzt.

 "Wir haben es mit fünf richtig guten Entwürfen zu tun", freut sich Kaminsky. "Sie decken mit ihren Ideen ein breites Spektrum moderner, städtebaulicher Konzepte ab." Bei einer durchgängig hohen Qualität zeigten alle Entwürfe doch völlig unterschiedliche Handschriften, so Kaminsky weiter. Daher hätte das Dialogteam die Entwürfe durchaus kontrovers diskutiert. Kaminsky hebt hervor: "Das Wichtigste ist, dass wir alle fünf Entwürfe als realisierbar betrachten. Deshalb gehen auch alle fünf in die nächste Runde."

Die fünf Investoren haben vom Dialogteam Hinweise und Anregungen erhalten, wie sie ihre Projektplanung optimieren können. Ziel dieser zweiten Dialogphase ist es, die Lösungsvorschläge hinsichtlich der räumlichen und inhaltlichen Handlungsschwerpunkte weiter zu verbessern und detaillierter auszuarbeiten. Zudem rücken wirtschaftliche und rechtliche Aspekte der Realisierung stärker in den Fokus. "Mit der Entscheidung, alle fünf Bewerber in die zweite Dialogphase eintreten zu lassen, bewahren wir uns ein breites Spektrum an Möglichkeiten", erklärt OB Claus Kaminsky. "Wir erachten es als verantwortungsvoll und politisch klug, in Zeiten der Wirtschaftskrise genügend Optionen zu haben. Das erweitert und sichert unseren Handlungsspielraum." Es gäbe zwar keinerlei Indizien dafür, dass einer der Partner aussteigen wolle, aber im Interesse der Stadt sei es wichtig, möglichst viele Optionen zur Auswahl zu haben.

"Ich danke dem Magistrat für den Mut, den sie aufgebracht haben, diese historische Entscheidung zu treffen", sagt der OB. Bis zum 6. Februar 2009 haben die Investoren Zeit, ihre Entwürfe zu überarbeiten. Noch im selben Monat sollen die Vorschläge auch dem Beirat vorgelegt werden. Diesen Beirat, bestehend aus rund 100 Hanauer Bürgerinnen und Bürgern, hat OB Kaminsky ins Leben gerufen, um einen Resonanzboden in der Bürgerschaft zu schaffen: "Mit der Einberufung eines Beirats möchte ich den wettbewerblichen Dialog auf eine breite Basis stellen und ihn auch in der Bürgerschaft fest verankern." Der Beirat besteht unter anderem aus Vertreterinnen und Vertretern von Vereinen, Gruppierungen und Institutionen der Stadt, von Kirchen und Gewerkschaften sowie der Wirtschaft. Er soll den Magistrat bei der Bewertung der vorgelegten Entwürfe beraten und unterstützen.

Damit soll der Spagat zwischen Bürgerbeteiligung als Demokratieprinzip auf der einen Seite und der Verschwiegenheitsklausel im Vergaberecht auf der anderen Seite geschafft werden. "Ich empfinde eine große Hochachtung vor den beteiligten Bürgern und Bürgerinnen dieser Stadt, dass sie sich bereit erklärt haben, sich dieser Aufgabe zu stellen", betont Kaminsky. Alle Beiratsmitglieder haben umfangreiche Vertraulichkeitserklärungen unterschrieben.

In zwei Abendveranstaltungen wurden die Mitglieder des Beirats über den Verfahrensablauf und ihre Rolle in dem Verfahren informiert. Im Februar 2009 schließlich wird sich der Beirat mit den städtebaulichen Würfen der Investoren auseinandersetzen. Im März des kommenden Jahres sollen die besten Entwürfe der Investoren der Öffentlichkeit vorgestellt werden: Vom 27. bis 29. März 2009 können sich alle Interessierten im Congress Park Hanau ein Bild von der Qualität der Vorschläge machen.

Spatenstich für "das neue Hanau" soll im Jahr 2010 sein. Ziel des wettbewerblichen Dialogs ist die nachhaltige Innenstadtentwicklung Hanaus – im Rahmen eines Vergabeverfahrens, das den kreativen Planungsprozess und die Realisierung zusammenbringt. Grundlage für den Dialog ist eine räumliche und zugleich inhaltliche Definition der Stadtentwicklungsziele, die in der Ausschreibung für alle Wettbewerbsteilnehmer abgebildet sind. Dabei gilt es, neben der Entwicklung von Einzelhandelsflächen in der Innenstadt, weitere innenstadtrelevante Fragestellungen zukunftsorientiert zu lösen.

Quelle: Stadt Hanau

(Redaktion)


 


 

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