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Mittelstand will milliardenschwere Ideen-Wettbewerbe gegen Krise

(bo/ddp.djn). Angesichts der Rezession fordert der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) von der Bundesregierung unbürokratischen Hilfen. BVMW-Präsident Mario Ohoven plädiert unter anderem für ein milliardenschweres Sonderprogramm zur Finanzierung von bundesweiten Innovationswettbewerben. «Das wäre effizienter und zukunftsträchtiger als Subventionen für notleidende Autobauer», sagte Ohoven am Mittwoch der Nachrichtenagentur ddp in Berlin. Autobauer», sagte Ohoven am Mittwoch der Nachrichtenagentur ddp in Berlin.

So könnte etwa ein Innovationswettbewerb für das Ein-Liter-Auto konkurrenzfähige Produkte hervorbringen. Damit könnten dann Exportmärkte gesichert werden. Gleichzeitig sollte die Regierung Existenzgründer stärker fördern und ihnen im ersten Jahr die Sozialabgaben abnehmen.

Der BVMW schlägt vor, bedrängten kleinen und mittleren Unternehmen unbürokratisch zu ermöglichen, Steuern und Abgaben vorübergehend zu stunden. 2009 anstehende Investitionen in die Infrastruktur müssten bereits jetzt vorbereitet werden. «Dann können die Projekte auf der Talsohle des konjunkturellen Zykluses gleichzeitig umgesetzt werden. Das sichert maximale Effizienz , ohne den Staatshaushalt übermäßig zu belasten», erläuterte Ohoven. Die Steuern für mittlere Einkommen müssten drastisch gesenkt werden. Die für 2009 diskutierte Anhebung des Grundfreibetrags um drei Prozent reiche nicht aus.

Gleichzeitig warnt der BVMW davor, angesichts der Krise in eine Art Weltuntergangsstimmung zu verfallen. Der Verband kritisiert besonders die Rolle der Medien. Deren Berichterstattung sei «verzerrt und spiegelt die Realität nur eingeschränkt wieder», kritisierte er.

Laut BVMW ist eine «deutlich restriktivere Kreditvergabe der Banken nicht mehr zu leugnen». Damit würden viele Mittelständler unverschuldet unter Fehlspekulationen der Banken und dem daraus entstanden Misstrauen auf dem Finanzsektor leiden. In dieser Lage fordere der Mittelstand einen flexiblen und unbürokratischen Umgang mit bedrängten Unternehmen. So sollten Firmen das Recht bekommen, die Steuervorauszahlungen an den erwarteten Geschäftsverlauf anzupassen.

(Redaktion)


 


 

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