Montagsgesellschaft, 4. April 2011



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05.04.2011 - 14:03 Uhr

Am 27. Januar 2011 wurde Präsident Obama und dem Kongress der USA der „Final Report of the National Commission on the Causes of the Financial and Economic Crisis in the United States” vorgelegt. Die Kommission brachte in anderthalbjähriger Arbeit einen Bericht zustande, der als wirtschaftshistorisches Dokument über die Gründe der Entstehung, den Verlauf und die Folgen der vielleicht umfassendsten Finanzkrise der kapitalistischen Wirtschaftsordnung gelten kann.

Das Kommission bemühte sich, Licht auf eine breite Ursachenpalette im Vorfeld der Finanzkrise zu werfen; sowie die manchmal arkanen Inhalte und Gegenstände einzelner Finanzbereiche. Der Bericht nennt die Namen verantwortlicher Personen, Strukturen, Unternehmen und Institutionen und hat deshalb seit seinem Erscheinen in den USA für großen Applaus, für großes Lob, harschen Tadel und reichlich böses Blut gesorgt. Gerade weil er auf einem so breiten empirischen Fundament steht? Im Verlaufe der Nachforschungen der Kommission wurden Millionen Dokumente und E-Mails gesichtet, mehr als 700 Zeugen gehört und in 19 öffentlichen Anhörungen in New York, Washington, D.C., und anderen US-Gemeinden den Ursachen und Gründen der Krise nachgespürt. Die Kommission konnte sich auf eine umfangreiche Anzahl bereits existierender Voruntersuchungen durch verschiedene Untersuchungskomitees des Kongresses, von Staatsanwaltschaften, US-Gerichten und Finanzaufsichtsbehörden stützen. Einen vergleichbaren Bericht gibt es weder in Deutschland, noch in der Eurozone noch in der EU, die allerdings von den Ausläufern und Auswirkungen der US-Finanzkrise in eine andauernde Zerreißprobe gedrängt wurde.

Die Montagsgesellschaft lud deshalb zu einer Podiumsdiskussion ein, bei der wir mit Fachleuten über diesen großen US-Report, seine Erkenntnisse, seine Weiterungen – und seine fehlenden deutschen und europäische Entsprechung sprachen.

Thema: „True Lies und Finanzmarktwahrheiten“
Was sagt uns der offizielle Bericht der US-Regierungskommission zu Hintergründen, Verantwortung und Folgen der Finanzmarktkrise? Was bedeutet er für die europäische Diskussion über Bankenregulierung und Finanzmärkte?”.

Einführungsvortrag: Helmut von der Lahr, M.A. Financial Communications & Consulting, Bad Homburg v.d.H.

Im Anschluss standen als Gesprächspartner

Robert von Heusinger
Wirtschaftschef der DuMont-Schauenberg Tageszeitungsgruppe

Professor Dr. Mark Wahrenburg
Lehrstuhlinhaber Bankbetriebslehre des House of Finance

zur Verfügung.

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