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Rechtstipp

Wenn Fußball auf Motorrad trifft

(bo/dapd.djn). Verkehrsteilnehmer, die beim Passieren eines Sportplatzes von einem Ball getroffen werden und zu Schaden kommen, haben Anspruch auf Schadenersatz. Auf eine entsprechende Entscheidung des Landgerichts Detmold verweist der ADAC in München. Allerdings könnte sie ein Mitverschulden treffen.

In dem vom Landgericht entschiedenen Fall war der Kläger mit seinem fabrikneuen Motorrad an einem Sportplatz seines Heimatorts vorbeigefahren. Das Gelände des Sportplatzes befand sich etwa vier Meter oberhalb der Straße und war mit einem zwei Meter hohen Maschendrahtzaun gesichert, der an einigen Stellen löchrig war. Hierdurch gelangte ein verschossener Fußball auf die Straße und traf den Kläger. Dieser stürzte mit seinem Motorrad, erlitt diverse Prellungen und ein leichtes Halswirbelsäulensyndrom. Zudem wurde das Motorrad beschädigt.

Nach Ansicht des Gerichts hatte der Sportverein seine Verkehrssicherungspflicht verletzt. Er sei dazu verpflichtet, den Zaun in einem ordnungsgemäßen Zustand zu halten. Auf der anderen Seite treffe den Kläger ein Mitverschulden, da er als ortskundiges Mitglied des Vereins damit hätte rechnen müssen, dass ein verirrter Ball auf die Straße gelangen konnte. Er hätte daher entsprechend langsam und vorsichtig fahren müssen. Das Mitverschulden des Klägers bewertete das Gericht unter Berücksichtigung der Betriebsgefahr des Motorrades mit 30 Prozent.

(AZ: 12 O 172/09)

(dapd )


 


 

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