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Mythos Motivation

Am Strohfeuer der Motivation sind schon viele verkohlt

Außergewöhnliche Erfolge, exzellente Ergebnisse, wahre Spitzenleistungen kommen nie ohne Begeisterung zustande. Der Faktor Begeisterung ist das, was kompetente und sehr erfolgreiche Menschen von anderen unterscheidet. Manche Menschen sind auffallend erfolgreicher und das aus guten Grund: Sie brennen vor Begeisterung. Die Motivation für eine Sache kommt von innen.

Die Kurzlebigkeit der Motivation von außen

Motivation kommt dem Irrglauben nach von außen: ein größerer Wagen, eine Traumreise, mehr Geld, nettere Kollegen oder ähnliches. Anreize, die in Unternehmen für Begeisterung sorgen sollen. Das Manko: Alles das kann nur sehr kurzfristig befriedigen – wahre Bedürfnisse bleiben unberührt. Motivation hält immer nur solange vor, wie Erfolg verzeichnet wird, nämlich kurzweilig.

Entscheidend für ein sehr erfolgreiches Unternehmen ist immer die Persönlichkeit des Unternehmers“, erklärt Unternehmer und Experte Wolfgang Allgäuer. Das beste Motivationstraining ist nicht zielführend, solange die Begeisterung schon bei den Vorgesetzten fehlt. Wird dann zur Kompensation Motivation von außen an den Angestellten herangetragen entfällt sein innerer Antrieb eigenverantwortlich die eigene Begeisterung zu finden.

Die Falle der Motivationsmaßnahmen

Gängige Motivationsmaßnahmen – egal ob Umsatzprämien, Gewinnbeteiligungen, Reisen oder Boni (zur Boni Definition) – laufen in der Regel immer auf Extra-Cash hinaus. Und an kaum etwas gewöhnen sich Mitarbeiter so schnell wie an mehr Geld. Sehr schnell betrachten sie diese Extrabelohnung ganz selbstverständlich als Teil ihres des ihnen zustehenden Gehalts. Um Motivation auf Dauer aufrecht und interessant zu halten, müssen die finanziellen Anreize eines schönen Tages bis ins Unbezahlbare gesteigert werden. „Dieser Riesenbedarf an Motivation in den Unternehmen versiegt gerade deshalb nie, weil die Mittel wirkungslos sind. Das ist wie bei einem notorischen Spieler, der versucht, im Casino reich zu werden. Beim Glücksspiel werden nur die Casinos reich – bei der Motivation nur die Motivationsgurus“, sagt Wolfgang Allgäuer.

Am Strohfeuer sind schon einige verkohlt

In der heutigen Unternehmerlandschaft gehört es zu einem weit verbreiteten Irrglauben, dass Motivation von außen sowohl an Führungskräfte als auch an die Mitarbeiter herangetragen werden muss. Eines ist soweit klar: Es funktioniert nicht, andere zu motivieren. Das Ziel muss es von Beginn an sein, den Betrieb so attraktiv zu machen, wie er ist – dann ist Manipulation durch Motivation überflüssig. Jegliche Muster der Motivationsschulen zielen ins Leere solange die Führungskraft innerlich nur lodert, anstatt lichterloh vor eigener Begeisterung für sich und das Unternehmen zu brennen. Wenn ausgerechnet der Unternehmer nicht begeistert ist, wieso sollte es der Mitarbeiter sein? Der nächste logische Schritt für viele ist also: Jeder muss sich selbst motivieren. Wer sich auf Motivation und somit auf Manipulation einlässt, sollte sich im Gegenzug auch über die Konsequenzen im Klaren sein:

  • Lässt die Motivation nach, ist die Leistung schlechter als vorher.
  • Alles an Extra-Cash wird schnell zum fixen Einkommen gerechnet.
  • Der Neid der Zukurzgekommenen zerstört das Betriebsklima.
  • Mitarbeiter halten sich immer weniger an Abmachungen.
  • Motivation als Allheilmittel

Was steckt hinter dem ungebrochenen Wunsch nach Motivation? Auffällig bei der Beschäftigung mit der Motivation sind zwei Gründe, die Motivation als Allheilmittel erscheinen lassen: Der Unternehmer misstraut seinen Mitarbeitern und glaubt nicht an deren Leistungsbereitschaft. Der Unternehmer misstraut sich selbst und verspürt keine echte innere Begeisterung und Leidenschaft.

Umfragen nach sind nicht einmal die Hälfte der Unternehmer selbst begeistert –gleichzeitig erwarten sie dies aber von Mitarbeitern. „Was für ein Widerspruch!“, sagt Wolfgang Allgäuer, „Kein Wunder, dass solche Unternehmer ihren Mitarbeitern nicht trauen. Die besten Unternehmer leben Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und anderen Geschäftspartnern genau das vor, was sie von ihnen erwarten. Alles andere ist unglaubwürdig und Misstrauen ist vorprogrammiert.“

Begeisterung entdecken und unternehmerische Ziele vermitteln

Die persönlichen und unternehmerischen Ziele, eine Mission und Visionen zu haben, sind erfolgreichen Führungskräften bestens bekannt – ein gewisses Maß an Begeisterung ist in ihrer Persönlichkeit verankert. Diese innere Kraft und Lebendigkeit erzeugt Erfolg. Das Vertrauen in sich selbst und die eigenen Werte zu erkennen führt dazu, aus den Talenten und Energien zu schöpfen.

Mehr noch beenden selbstgesteckte Ziele sowie die Entdeckung der eigenen Mission und Vision jede Art von Manipulation. Was unnötig ist, ist die Reaktion mit Motivationstraining auf einen inneren Mangel – Führungskräfte müssen verinnerlichen, dass ein Mangel vorliegt, wenn Motivation von außen nötig ist. Wahre Spitzenleistung und außergewöhnliche Erfolge entstehen nie ohne echte Begeisterung.

(Wolfgang Allgäuer)


 


 

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