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Biosphärenreservat Rhön

NABU kritisiert geplante Auflösung des Naturschutzgebietes Haderwald

(bo/ddp-hes). Der Naturschutzbund Hessen (NABU) kritisiert die geplante Auflösung des Naturschutzgebietes (NSG) Haderwald in Osthessen. Er fürchtet in der Folge um die Anerkennung des Biosphärenreservats Rhön durch die UNSECO. Das 1757 Hektar große und erst 1997 eingerichtete NSG sei das zweitgrößte in Hessen, sagte NABU-Landeschef Gerhard Eppler am Montag in Wetzlar. Das NSG Haderwald entspricht dem hessischen Teil des Truppenübungsplatzes Wildflecken, der größtenteils in Bayern liegt. Die Naturschutzverordnung gliedert den Haderwald in eine Zone 1 mit 575 Hektar sowie eine Zone 2 mit 1182 Hektar.

Die Anerkennung des Biosphärenreservats Rhön, zu dem der Haderwald
ebenfalls gehört, durch die UNESCO verlangt laut NABU einen
Mindestanteil «unbeeinflusster Kernzonen» von mindestens drei Prozent
der Fläche. Durch den Wegfall der Zone 2 des Haderwaldes sinkt diese
nach Angaben der Naturschützer auf 2,5 Prozent. Somit erfülle die
Rhön nicht mehr die UNESCO-Anforderungen. Der Wegfall geht auf eine
Vereinbarung zwischen dem Bundesverteidigungs- und dem
Bundesfinanzministerium sowie dem Land Hessen zurück.

Im Wiesbadener Umweltministerium verweist man darauf, dass es seit
Jahren Streit um die Nutzung des Haderwaldes gab. Dieser Zwist sei
bereits 2003 mit einer Vereinbarung zwischen dem Bund und dem Land
Hessen behoben worden, die nun lediglich noch umgesetzt werde,
betonte ein Sprecher. Eine Gefahr für die UNESCO-Anerkennung des
Biosphärenreservats Rhön sehe man durch die Veränderungen nicht.

(rheinmain)


 


 

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Naturschutzbund Hessen
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