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Bionik

Natur und Technik Kindern lebendig vermitteln Umweltzentrum und Kindertagesstätten in Hanau arbeiten eng zusammen

Kinder lieben Natur – und Kinder lieben Technik. Was also liegt näher, als beides zu verbinden? "Bionik" heißt das Zauberwort, es beschreibt, wie Prinzipien aus der Natur für den Menschen technisch nutzbar gemacht werden können. Das Umweltzentrum Kinzigaue hat vor drei Jahren gemeinsam mit dem Hessischen Umweltministerium ein Fortbildungsprogramm zur Bionik entwickelt – dieses Programm nutzt auch das Team vom Eigenbetrieb Hanau Kindertagesbetreuung.

Für Sozialdezernent Axel Weiss-Thiel ist dies ein wunderbares Beispiel für sinnvolle Vernetzung städtischer Institutionen. In Kooperation zwischen dem Umweltzentrum und dem Eigenbetrieb wurden nach seinen Erläuterungen zwei Fortbildungen in jüngster Zeit organisiert: Zu den Themen Naturwissenschaften und Bionik wurden die Erzieherinnen der städtischen Kindertagesstätten mit anschaulichen und praxisbezogenen Methoden geschult.

Dass in der Brüder-Grimm-Stadt die Beschäftigung mit Natur einen hohen Stellenwert in der Arbeit der Kindertagesstätten hat belegt Weiss-Thiel auch mit den Hinweisen auf den Waldkindergarten in Mittelbuchen und den neuen "Natur-Pur-Bus" für die Kinder in der Innenstadt.

Doch um all dies auch stets mit Leben zu erfüllen, müssen sich die Erzieherinnen und Erzieher auch entsprechend fortbilden – "und dabei ist die Arbeit unseres Umweltzentrums unverzichtbar," lobt der Stadtrat.

Biologie und Physik waren die zentralen Punkte in der Fortbildung Naturwissenschaften. Mit Schmetterlingen haben sich bereits viele Kindertageseinrichtungen beschäftigt und so wurde dies genutzt, um das Thema von naturwissenschaftlicher Seite zu betrachten und dies auch an die Kinder weiterzugeben.
Referentin Ute Busch hatte praktische Dinge vorbereitet: So wurde ein Schmetterlings-Anzuchtsset vorgestellt, das den Erzieherinnen ermöglicht, die Entwicklung der Schmetterlinge in der Einrichtung gemeinsam mit den Kindern zu beobachten. Weiterhin wurden kindgerechte botanische Versuche und kleine physikalische Experimente erprobt.

Zweiter Schwerpunkt war und ist Bionik. Bionik ist ein Kunstwort und setzt sich aus den Worten BIOlogie und TechNIK zusammen. Paradebeispiel ist der Klettverschluss. Die Klette stand Pate für die Entwicklung des Klettverschluss, nachdem der Schweizer George de Mestral nach einem Waldspaziergang die Kletten aus dem Fell seines Hundes entfernen musste. Nach genauer Untersuchung der "klebenden" Pflanzen, entwickelte er aus diesem Prinzip den Klettverschluss, der 1951 beim Schweizer Patentamt angemeldet wurde.

Für die Kinder in den Kindertagesstätten wurde das Thema auf die samenverbreitenden Mechanismen von Pflanzen reduziert. Die Pflanzen sind auf diesem Gebiet sehr erfinderisch, Plumps, Klett- und Windfrüchte bedienen sich eines großen "Technikapparates". Alle Techniken wurden in der Fortbildung besprochen und in umweltpädagogischen Methoden erläutert, die für Kinder leicht verständlich sind.

Um den Transfer in den Alltag der Kindertagesstätten zu garantieren, werden vom Eigenbetrieb begleitende Seminare durch die Referenten des Umweltzentrums finanziert. So kann die Theorie aus der Fortbildung gleich im Praxisalltag in der Kindertagesstätte unter Begleitung ausprobiert werden.

Das Team vom Umweltzentrum weist auch darauf hin, dass die erfolgreiche Wanderausstellung des Umweltzentrums zum Thema "Bionik - Ideenlabor Natur" ab dem 24. November wieder Station in der Heimat macht, im Umweltzentrum zu besichtigen ist.
Die Wanderausstellung wurde 2005 gemeinsam mit der Technischen Universität Darmstadt entwickelt und ist seit dieser Zeit ununterbrochen in ganz Deutschland unterwegs und fasziniert Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Quelle: Stadt Hanau

(Redaktion)


 


 

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