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Schwarz-Gelb vorn

Neue Umfrage sieht hessische SPD bei 26 Prozent - Koch wirkt auf hessische Bürger polarisierend

(bo/ddp-hes). Rund sechs Wochen vor der Landtagswahl in Hessen am 18. Januar zeichnet sich einer neuen Umfrage zufolge ein Regierungsbündnis von Union und FDP ab. Die SPD schnitt dagegen schlecht ab. Das am Freitag veröffentlichte, eigens für Hessen erstellte ZDF-«Politbarometer» sieht die CDU bei 41 Prozent und die FDP bei 12 Prozent. Die Sozialdemokraten kommen auf 26 Prozent.

Bei der Landtagswahl im vergangenen Januar lagen CDU und SPD noch fast
gleichauf bei 36,8 beziehungsweise 36,7 Prozent der Stimmen. Die
Grünen erreichen laut ZDF-Erhebung derzeit zwölf und die Linke fünf
Prozent.

Die Frage nach dem gewünschten Ministerpräsidenten fällt weniger
deutlich für die CDU aus: Für Amtsinhaber Roland Koch (CDU) sprachen
sich 41 Prozent der Befragten aus, für SPD-Spitzenkandidat Thorsten
Schäfer-Gümbel 34 Prozent. Keinen von beiden wollen neun Prozent der
Befragten. Unentschlossen sind 16 Prozent, vor allem, weil sie
Schäfer-Gümbel bislang nicht gut genug kennen.

Bei der Bewertung der einzelnen Politiker wird laut
«Politbarometer» deutlich, dass Koch die hessische Bevölkerung nach
wie vor polarisiert. Von allen Befragten wird er auf einer Skala von
minus fünf bis plus fünf zwar mit 0,0 ähnlich bewertet wie
Schäfer-Gümbel (0,1). Während ihn CDU-Anhänger mit 2,8 und
FDP-Anhänger mit 1,0 bewerten, stufen ihn die Anhänger der SPD mit
minus 1,5 sowie der Grünen mit minus 3,1 klar negativ ein. Bei
Schäfer-Gümbel unterscheiden sich die Werte nicht so stark, die
Bandbreite reicht von minus 0,6 (CDU- und FDP-Wähler) bis 1,6
(SPD-Wähler).

Hessens SPD-Chefin Andrea Ypsilanti wird von allen Befragten mit
minus 2,2 deutlich negativ bewertet. Selbst von SPD-Anhängern bekam
sie die Wertung minus 0,1.

Eine Koalition aus CDU und FDP findet bei 47 Prozent der Bürger
die meiste Unterstützung, während eine Koalition aus SPD, Grünen und
der Linken von 71 Prozent als schlecht bewertet wird.

SPD-Generalsekretär Norbert Schmitt interpretierte die Umfrage als
Erfolg für Schäfer-Gümbel. Die SPD habe einen Spitzenkandidaten, der
bei den Wählern punkten könne. Im Direktvergleich mit Koch schneide
Schäfer-Gümbel vier Wochen nach seiner Nominierung «überraschend gut»
ab.

Die Grünen, die im Januar 7,5 Prozent der Stimmen erreichten,
sehen sich durch die Umfrage «deutlich im Aufwind» und in ihrem «rein
an den Inhalten orientierten Kurs» bestärkt. Die FDP, die bei der
vergangenen Wahl bei 9,4 Prozent lag, fühlt sich in ihrer
Einschätzung bestätigt, dass die Hessen eine bürgerliche Koalition
wollen.

Auch im «HessenTrend» des Hessischen Rundfunks hatte sich zuletzt
ein schwarz-gelber Wahlsieg abgezeichnet. Die Union kam dort auf 41
Prozent, die SPD auf 23 Prozent. Die Grünen landeten bei 14 Prozent,
die FDP bei 13 Prozent und die Linken bei 6 Prozent.

Für die Umfrage im Auftrag des ZDF, der «Frankfurter Allgemeinen
Zeitung» und von Hitradio FFH wurden zwischen dem 1. und 4. Dezember
1145 wahlberechtigte Hessen von der Forschungsgruppe Wahlen befragt.

(Redaktion)


 


 

Koch; hessische SPD; Landtagswahl

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