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Marktkommentar Aktien - Helaba

Neuseeländische Zentralbank senkt Leitzins um 100 Bp. auf 6,50 % und stellt weitere Zinssenkungen in Aussicht.

Die Kurse an der Wall Street haben gestern deutlich nachgegeben und auf dem tiefsten Stand seit fünf Jahren geschlossen. Dafür verantwortlich waren enttäuschende Quartalszahlen und Sorgen um die Weltwirtschaft.

Schlechte Zahlen gab es aus fast allen Branchen: Ölfirmen,
Flugzeugbauer, Telekommunikation und Banken. Der Dow Jones fiel um 5,7 % auf 8519 Punkte.


Nach den enttäuschenden Unternehmensberichten wird man auch heute wieder auf das zur Veröffentlichung anstehende Zahlenwerk achten. Unter anderem werden Microsoft, Compuware, Altria, Coca Cola, Eastman Chemical, Eli Lily, Juniper Networks, The Dow Chemical und UPS berichten.
Im Gegensatz zu den Vortagen werden einige Konjunkturdaten publiziert. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe werden die schwierige Arbeitsmarktsituation nochmals untermauern. Relativ geringer Markteinfluss ist vom Hauspreisindex des Office of Federal Housing ErnterpriseOversight (OFHEO) zu erwarten. Aufgrund des anhaltenden Überangebots an zum Verkauf stehender Immobilien ist ein neuerlicher Preisrückgang im Rahmen der Konsensschätzung von 0,5 % wahrscheinlich. Damit weist der Index auf den Vermögensverfall bei den US-Verbrauchern hin. Alles in allem bleibt das Umfeld für Aktien schwierig. Die hohe Nervosität, die auch in erneut steigenden Volatilitätskennzahlen zum Ausdruck kommt, spricht für einen schwachen Börsentag.


Der deutsche Aktienmarkt dürfte heute erneut mit Abschlägen eröffnen, nachdem der DAX am Vorabend im Sog der Wall Street bereits 4,5 % an Wert einbüßen musste. In Japan sackten die Kurse ebenfalls ab. Der Nikkei verbuchte vorübergehend ein Minus von knapp 8 %, konnte sich zum Handelsschluss aber erholen. Die heute zur Veröffentlichung anstehenden europäischen Konjunkturzahlen spielen eine nur untergeordnete Rolle. Die Industrieaufträge des Monats August könnten aufgrund des überraschend kräftigen Auftragszuwachses in Deutschland (3,6 %) ein Plus oberhalb der
Konsensschätzung von 0,5 % aufweisen.
Rezessionsängste und Erwartungen sinkender Leitzinsen werden davon
aber nicht beeinflusst. Das belgische Unternehmensvertrauen
liefert eine Indikation für den ifo-Geschäftsklimaindex, der Anfang nächster Woche zur Veröffentlichung ansteht. Unter dem Einfluss der Finanzkrise ist eine deutliche Stimmungseintrübung wahrscheinlich. Von technischer Seite gibt es noch keine Anzeichen für eine Stabilisierung. Ein Test des am 10. Oktober markierten Kurstiefs bei 4,308 Punkten kann nicht ausgeschlossen werden. Wichtige Unterstützungen auf dem Weg dorthin liegen im Bereich 4.520-4.535.

Quelle: Helaba

(Redaktion)


 


 

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