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Der Regionalverband FrankfurtRheinMain geht an den Start

Am 1. April 2011 hat eine neue Zeitrechnung begonnen, denn zum Anfang dieses Monats ist mit dem neuen Gesetz über die Metropolregion der Planungsverband Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main in den neuen Regionalverband FrankfurtRheinMain übergeleitet worden.

„Das, was sich in den vergangenen zwei, drei Jahren schon ,informell’ abgezeichnet hat, wird jetzt auch auf der ,verfassten’ Ebene widergespiegelt: Die Zusammenarbeit in der Region, insbesondere auch das Verhältnis von Umland und Stadt Frankfurt, bekommen zunehmend eine neue Qualität, und das in allen bedeutenden Themenfeldern“, sagen Verbandsdirektor Heiko Kasseckert und der Erste Beigeordnete Matthias Drexelius (beide CDU).

Das neue Gesetz wartet mit erheblichen Veränderungen auf: Neben der Regionalen Flächennutzungsplanung wurden dem Verband die Errichtung, Erhaltung und der Betrieb von Sport-, Freizeit und Erholungseinrichtungen sowie von kulturellen Einrichtungen mit überörtlicher Bedeutung, das Standortmarketing, die Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung, die Planung, Unterhaltung und Errichtung des Regionalparks sowie die regionale Verkehrsplanung und das Verkehrsmanagement als Aufgaben übertragen. Ferner soll der Regionalverband der zentrale Ansprechpartner in allen regionalen Belangen sein, der die strategische Entwicklung steuert und koordiniert.

Der Verband hat außerdem die Aufgabe, alle übrigen Akteure der Metropolregion einzubinden. „Daraus wird deutlich, dass Regionalpolitik nicht mehr an administrativen Grenzen endet, sondern vielmehr die Stärken der gesamten Region im Wettbewerb der Metropolregionen notwendig sind. Regionalpolitik stellt keine Konkurrenz zur Ebene der Kommunen und Landkreise dar. Vielmehr ist es unsere Aufgabe, die Region gemeinsam zukunftsfähig im Wettbewerb um kluge Köpfe, Investitionen und Arbeitsplätze auszurichten“, sagt Kasseckert.

Ausbauen wollen die beiden Vorstandsmitglieder auch die Konzept- und Projektentwicklungen für die Kommunen. Dabei geht es um sehr konkrete Impulse für die kommunale Arbeit, etwa im Bereich Innenentwicklung, Demografie oder Energie. „Durch die Vernetzung und die Förderung der kommunalen Zusammenarbeit entsteht ein Mehrwert für unsere Mitgliedskommunen, den wir erweitern wollen“, sagt Drexelius.

Grundsätzlich wird der neue Regionalvorstand die Ziele und Inhalte einer regionalen Entwicklungsstrategie zu beraten und entscheiden haben. Der Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit, die Profilierung als Wissensregion oder auch die Attraktivitätssteigerung im Bereich Freizeit sind hier wichtige Aspekte zum Erhalt des Wohlstands in der Region und Argumente für die Gewinnung neuer Talente und Unternehmen. Für Kasseckert ist dazu eine Konzentration auf gesellschaftliche Kernbereiche zwingend. Dazu gehören die Themen Umwelt und Energie, Mobilität und Wissen als Zukunftsfelder, in denen die Region FrankfurtRheinMain eine Spitzenposition anstrebt. „Gerade im Bereich Umwelt und Energie sehe ich die Chance, gemeinsam mit den Unternehmen in Rhein-Main und der Wissenschaft nachhaltige Konzepte zu entwickeln, die später auch Export-schlager werden können“, sagt der Verbandsdirektor.

Schließlich überträgt das neue Konzept dem Regionalverband auch die Aufgabe, für die Region ein einheitliches Erscheinungsbild zu erarbeiten. Mit dem Claim „Wir geben der Region ein Gesicht“ startet der Verband eine Kampagne zu den regionalen Themenfeldern Wissen, Wirtschaft, Freizeit und Mobilität. Schon im neuen Internetauftritt www.region-frankfurt.de ist ein erster Schritt der Kampagne zu sehen.

Mit dem neuen Gesetz endet bereits nach zehn Jahren die Existenz des Planungsverbandes Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main. „Gleichwohl wurden in dieser Zeit der bundesweit erste Regionale Flächennutzungsplan erstellt und die Grundlagen für eine enge Zusammenarbeit in der Region geschaffen“, sagen die Dezernenten. Auch der Rat der Region hat mittlerweile seine letzte Sitzung hinter sich. „In jüngster Vergangenheit war zu erkennen, dass auch dort das Bewusstsein der Akteure für eine enge regionale Zusammenarbeit gewachsen ist“, sagt Kasseckert. Beschlüsse zum Europabüro in Brüssel oder die gemeinsame Regionalkampagne belegten dies. Damit habe die Region an Handlungsfähigkeit gewonnen, die durch eine noch engere Zusammenarbeit im künftigen Regionalvorstand ausgebaut werden müsse. „Der Verband wird gefordert sein, die richtigen Themen zu setzen, die Akteure zu vernetzen und die Ressourcen in den Gesellschaften und Initiativen der Region gezielt hinter einer gemeinsamen Strategie einzusetzen“, macht Kasseckert deutlich.

(Regionalverband FrankfurtRheinMain)


 


 

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