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Niedersachsen sieht Pläne für Salzpipeline zur Nordsee skeptisch

(bo/ddp-hes). Eine schnelle Realisierung der von dem Düngemittelhersteller K+S geplanten Salzpipeline an die Nordsee zur Entlastung der Flüsse Werra und Weser wird es nach Einschätzung von Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) nicht geben. «Jede Kommune, durch deren Gebiet Sie müssen, hat Einspruchsmöglichkeiten. Und wenn Sie an die Küste kommen, dann wird der Widerstand noch größer», sagte Sander dem Bremer «Weser Kurier» (Montagausgabe).

So müsse die Salzlauge unter anderem genau auf ihre Auswirkungen auf die Muschelbänke untersucht werden. Auch an der Ems, an der entlang die Pipeline gebaut werden soll, gebe es «große Proteste». «Es ist also aus zeitlichen Gründen schon mehr als fraglich, ob man mit der Pipeline die Vorgaben der Wasserrahmenrichtlinie erfüllen kann», sagte Sander dem Blatt. Er fügte hinzu: «Und solange nicht alles Mögliche und Erdenkliche von K+S getan worden ist, um diese Salzfracht zu reduzieren, sollten wir nicht auf den billigen Zug der Entsorgung durch eine Pipeline draufsteigen.»

Laut der Wasserrahmenrichtlinie der EU sind die Länder ab 2012 verpflichtet, für eine bessere Wasserqualität in den Flüssen zu sorgen. Der Düngemittelhersteller K+S aus Kassel hatte im Frühsommer die Pläne für eine Pipeline zur verträglicheren Entsorgung seiner Salzlauge angekündigt. Bislang pumpt der Konzern die Lauge in die ohnehin schon stark verschmutze Werra, die sich in Hann. Münden mit der Fulda zur Weser vereinigt.

(Redaktion)


 


 

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