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Runder Tisch bevorzugt Nordseepipeline für Salzabwasser

(bo/ddp-hes). Der Runde Tisch zur Werra-Versalzung hält an seinem Votum für eine Nordseepipeline zur Entsorgung der Rückstände aus dem Kali-Abbau des Kasseler Düngemittelherstellers K+S fest.

Dass das Unternehmen seinerseits nun als Verfahren die sogenannte Neue Integrierte Salzlaststeuerung bevorzuge, habe ihn «enttäuscht», sagte der Leiter des Runden Tisches, Hans Brinckmann, am Dienstag in Kassel. «Man will auf Dauer den Untergrund bewirtschaften und den Rest in die Werra leiten.» Nach Dafürhalten des Runden Tisches ist der Untergrund in den Kali-Abbauregionen in Hessen und Thüringen jedoch spätestens im Jahr 2020 gesättigt.

Nach Darstellung eines Sprechers des Runden Tisches ist die Neue Integrierte Salzlaststeuerung billiger als eine Pipeline bis zur Nordsee, ist aber gleichzeitig nur eine «etwas klügere Form» der bisherigen Entsorgungspraxis. Dabei würden die salzhaltigen Abwässer tiefer in den Erdboden eingeleitet und somit das Grundwasser weniger gefährdet als bisher. «Jedoch ist die Beschaffenheit des Untergrunds völlig unbekannt. Eine Untersuchung würde Hunderte von Bohrungen erfordern», sagte der Sprecher. Der Runde Tisch wolle aber diese Alternative prüfen und in der kommenden Sitzung am 9. Februar 2010 darüber entscheiden.

Bei seiner Sitzung am Dienstag sprachen sich die Mitglieder des Runden Tisches mit großer Mehrheit für den Bau einer Nordseepipeline bis 2020 aus. Der Sprecher bezifferte die dafür nötigen Investitionen auf «mehrere hundert Millionen Euro». Dies entspreche aber einem volkswirtschaftlichen Gutachten zufolge in etwa der Höhe der durch die Versalzung der Werra und des Untergrunds entstehenden Schäden.

Derzeit suchen laut Rundem Tisch die Behörden in Niedersachsen und Bremen nach geeigneten Stellen, wo die salzhaltigen Abwässer ins Meer eingeleitet werden könnten. Der niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) ist gegen die Pipeline, die durch die Bundesländer Thüringen, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bremen führen würde.

(Redaktion)


 


 

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