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Mammutprozess startet in Frankfurt

OLG Frankfurt verhandelt Sammelklage von Telekom-Aktionären

(bo/ddp.djn). In Frankfurt am Main beginnt ein Mammutprozess gegen die Deutsche Telekom. Das Oberlandesgericht befasst sich ab Montag (7. April, 10.00 Uhr) mit einer Sammelklage von Aktionären. Der 23. Zivilsenat muss entscheiden, ob die Telekom bei den Aktien-Emissionen 1999 und 2000 ihre Anleger unzureichend oder gar falsch informiert hat. Wegen des großen öffentlichen Interesses an dem Fall verhandelt das Gericht erstmals in einem geräumigeren Bürgerhaus.

Ursprünglich gab es in dem Verfahren rund 17 000 Kläger. Die Telekom-Aktionäre werfen dem Bonner Unternehmen vor, in einem ihrer Verkaufsprospekte im Frühjahr 2000 nicht auf die Risiken bei der milliardenschweren Übernahme des US-Mobilfunkunternehmens VoiceStream hingewiesen zu haben. Zudem sei das Immobilienvermögen der Telekom zu hoch angesetzt gewesen.

Vor dem OLG hatte sich im November 2004 bereits das Landgericht Frankfurt mit der 100 Millionen Euro schweren Schadenersatzklage beschäftigt, bevor durch ein neues Gesetz eine stellvertretende Sammelklage auf den Weg gebracht werden konnte.

Als Beschuldigte in dem Verfahren gelten neben der Deutschen Telekom der Bund, die Deutsche Bank, die die Emissionen begleitet hatte, und die mehrheitlich in Bundesbesitz befindliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), aus deren Besitz die 1999 und 2000 an die Börse gebrachten 230 Millionen Aktien stammten.

Der 23. Zivilsenat des OLG hat für die exemplarische Klärung des Streits zunächst 17 Verhandlungstage anberaumt.

(rheinmain)


 


 

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