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Domaincheck: der rechtssichere Name im Netz

Eine kurze, prägnante Internetadresse ist die Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Online-Geschäft. Nur mit einem aussagekräftigen Domainnamen lassen sich potenzielle Kunden auf die eigene Firmenhomepage locken. Die optimale Internetadresse ist leicht zu merken und passt perfekt zu den Seiteninhalten. Zudem muss sie einzigartig sein. Hier sind nicht nur Kreativität und Einfallsreichtum gefragt. Um Abmahnungen zu vermeiden, sollten Unternehmer zudem prüfen, ob sie sich mit ihrer Wunschdomain rechtlich auf sicherem Boden bewegen.

Prinzipiell wird jeder Domainname im Netz nur einmal vergeben. Entsprechend groß ist der Andrang bei beliebten Schlagwörtern im kommerziellen Bereich. Ob die gewünschte Kombination aus Wunschname und Domain-Endung noch verfügbar ist, lässt sich beispielsweise beim Domain-Hoster 1&1 prüfen. Die Verfügbarkeit allein sagt jedoch noch nichts darüber aus, ob die gewählte Adresse auch genutzt werden kann, ohne dass rechtliche Konsequenzen zu befürchten sind. Stattdessen obliegt es beim Vergabeverfahren freier Domains immer dem Kunden, zu prüfen, ob durch die Verwendung der gewählten Internetadresse Namens- oder Markenrechte Dritter verletzt werden. Hier gilt es, durch folgenden Fehlercheck die Fallstricke bei der Domainauswahl zu umgehen.

  • Die gewünschte Internetadresse darf keine Markennamen enthalten, die von anderen Unternehmen geschützt wurden. Gleiches gilt für Namen prominenter Persönlichkeiten. Schriftlich erteile Sondergenehmigungen stellen hier jedoch eine Ausnahme dar.
  • Enthält der Domainname Titel von Zeitschriften, Filmen oder PC-Programmen, kündigt dies ebenfalls rechtliche Auseinandersetzung an. Entsprechende Begriffe sollten daher vermieden werden.
  • Als nicht rechtssicher gelten zudem sogenannte "Tipp-Fehler"-Domains. Wer versucht, potenzielle Kunden durch die gezielte Falschschreibung bekannter Markennamen oder Internetdomains auf die eigene Seite zu locken, begibt sich juristisch auf dünnes Eis.
  • Auch vermieden werden sollten Städte oder Behördennamen sowie die Bezeichnungen staatlicher Einrichtungen.

Um eine Rechtsverletzung bei der Domainregistrierung zu vermeiden, empfiehlt es sich daher, im Vorfeld eine intensive Markenrecherche durchzuführen. Hier bietet sich neben dem Check über die Suchmaschine eine Identitätsrecherche über das Deutsche Patent - und Markenamt (DPMA) an. Hier lassen sich neben nationalen auch internationale Marken abfragen. Eine Ähnlichkeitsrecherche lässt sich über das DPMA hingegen nicht bewerkstelligen. Wer alle Risiken einer Abmahnung aufgrund des Domainnamens ausschließen möchte, kann damit jedoch einen spezialisierten Anwalt betrauen.

Abmahung

Bildrechte: Flickr Abmahung Oliver Symens CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

(Redaktion)


 


 

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