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  • 20.06.2016, 09:34 Uhr
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  • Rhein-Main
Onlinehandel

Augen auf beim Webverkauf

Der Onlinehandel boomt, laut einer Prognose von Statista ist gegenüber 2012 für das Jahr 2020 eine Verdopplung des Umsatzvolumens im Onlinehandel zu erwarten. Daher ist für im Handel tätige Unternehmen der Betrieb eines Onlineshops ein wichtiger Baustein für Umsatzsteigerung und Gewinnmaximierung. Um im Internet gewinnbringend und rechtssicher verkaufen zu können, müssen dabei einige Dinge beachtet werden. Im Folgenden werden die Auswahl des passenden Webshops und rechtliche Aspekte beleuchtet.

Statistik: Umsatz im Versand- und Internet-Einzelhandel in Deutschland von 2008 bis 2013 und Prognose bis zum Jahr 2020 (in Millionen Euro) | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Die Qual der Wahl: verschiedene Shopkonzepte

Je nach Unternehmensmodell und Warenangebot bietet es sich an, einen gewerblichen Shop auf Amazon oder eBay zu erstellen. Der Vorteil ist die große Reichweite, die die große Nutzerbasis solcher Portale mit sich bringt. Andererseits stehen gewerbliche Anbieter ähnlicher Produkte dort in einem starken, dem Käufer gegenüber transparenten Konkurrenz- und Preiskampf. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, ist es notwendig, die Produktpreise gegebenenfalls mehrmals täglich anzupassen. Hinzu kommt, dass sowohl eBay als auch Amazon neben den monatlich fälligen Gebühren für den Betrieb des Shops für jeden Artikel eine Verkaufsprovision einfordern, was die Rendite zusätzlich negativ beeinflusst. Die Alternative: ein eigener, unabhängiger Onlineshop. Dieser kann selbst programmiert oder in Auftrag gegeben werden, was Zeit, Geld und Expertise erfordert. Sogenannte Open-Source-Shopsysteme wiederum stellen eine Lösung auf Mietbasis dafür dar, wenn man einen Onlineshop unkompliziert einrichten und betreiben möchte. Weitergehende Informationen über verschiedene Onlineshop-Modelle und ein Vergleich nach Preis und Leistungsumfang sind hier abrufbar. Der Betrieb eines unabhängigen Webshops erfordert zudem eine möglichst effiziente Vermarktungsstrategie. Dabei wird die Nutzung von Social-Media-Kanälen bei Unternehmen immer beliebter.

Auf der (rechts)sicheren Seite

Ist die Entscheidung für ein Shopkonzept gefallen, sollte der Fokus neben einer ansprechenden Gestaltung des Angebots auf die rechtlichen Erfordernisse, die an Onlineshops gestellt werden, gelegt werden. So können fehlende und fehlerhafte Elemente sowie mangelnde Transparenz bei der Darbietung gesetzlich verpflichtender Inhalte zu kostspieligen Abmahnungen führen. Die rechtlichen Anforderungen an Gestaltung und Inhalt solcher Rechtstexte ändern sich von Zeit zu Zeit. Ist am jeweiligen Stichtag eine Änderung nicht umgesetzt worden, kann dies abgemahnt werden. Spezialisierte Juristen können die Erstellung von Widerrufsbelehrungen, AGBs und Co. übernehmen, das ist jedoch mit relativ hohen Kosten verbunden, die bei gesetzlichen Änderungen immer neu anfallen. Eine Alternative kann zum Beispiel die Mitgliedschaft beim Händlerbund sein. Dort können auf das eigene Unternehmen zugeschnittene Rechtstexte bezogen werden. Und es gibt, je nach Art der Mitgliedschaft, juristische Unterstützung im Abmahnfall. Auch bei der Verwendung von nicht selbst erstellten Grafiken und Produktbildern ist Vorsicht geboten. Ist man nicht im Besitz der erforderlichen Bildrechte, kann eine Verwendung Schadenersatzforderungen nach sich ziehen.


Bildrechte: Flickr E-Commerce Visa (Test tamron 17-50 2.8) Fosforix CC BY-ND 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

(Redaktion)


 


 

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