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Opel-Chef Reilly

«Wir hegen keinen Groll gegen die Bundesregierung»

(bo/ddp-hes). Opel-Chef Nick Reilly respektiert die Absage der Bundesregierung an eine Staatsbürgschaft Deutschlands für mden angeschlagenen Autokonzern.

«Wir hegen keinen Groll gegen die Bundesregierung», betonte Reilly am Montag in Rüsselsheim. Sie seien zunächst enttäuscht gewesen, respektierten aber die Entscheidung. Die US-Konzernmutter General Motors (GM) will sein Tochterunternehmen Opel nun doch aus eigener Kraft ohne staatliche Hilfen sanieren.

Die Länder hätten sich sehr hilfsbereit gezeigt. «Doch der Prozess
hat zu lange gedauert», sagte der Opel-Chef. Zudem habe sich in der
Zwischenzeit die finanzielle Situation von GM etwas entspannt. In
einem kurzen Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe
diese sich über die Reaktionen in den USA erkundigt. Er habe ihr
erklärt, warum sich GM so entschieden habe. «Es geht weiter», sagte
Reilly. Die Bundeskanzlerin sei froh gewesen, das zu hören. Der
Automarkt in Deutschland sei angeschlagen. Deshalb setze Opel auf
eine langsame Erholung, sagte der Konzernchef. Die Marke Opel setze
auf eine Steigerung der Exporte. Als Ziel nannte Reilly China,
Australien, Chile und andere südamerikanische Länder.

Die Fraktionsvorsitzenden von CDU und CSU waren in Rüsselsheim zu
einer Konferenz zusammengekommen. Merkel nutzte die Zeit für einen
kleinen Rundgang. Anschließend bedankte sie sich, dass sie «hier so
gut aufgenommen» worden seien. Hinter Opel würden schwierige Zeiten liegen.

(ddp-Korrespondent Ulrich Breitbach)


 


 

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