Weitere Artikel
Kriegserklärung

Huber fordert Mitarbeiterbeteiligung bei Opel

(bo/ddp-hes). IG-Metall-Chef Berthold Huber hat das Opel-Sanierungskonzept des Mutterkonzerns General Motors (GM) als «Kriegserklärung an die Arbeitnehmer» bezeichnet.

Die Gewerkschaften würden sich nicht an einer unsozialen Sanierung beteiligen und zusätzliche Opfer bringen, sagte er am Samstag im Deutschlandradio Kultur. «Wenn wir Opfer bringen, was ich nicht ausschließe, dann wollen wir dafür eine Standort- und Beschäftigungssicherungsgarantie haben, beziehungsweise wir wollen am Ende des Tages dafür auch eine Mitarbeiterkapitalbeteiligung», sagte er.

Voraussetzung für ein Einlenken der Arbeitnehmerseite bei den Sanierungsgesprächen sei zudem die eigenständige Entwicklungsverantwortung bei Opel. Darüber hinaus halte die Gewerkschaft weiter daran fest, Opel in eine AG umzuwandeln. «Wir wollen endlich in die Freiheit entlassen werden, das zu treiben was wir können, nämlich Automobile bauen, und zwar gute Automobile.»

Scharf kritisierte Huber auch die ordnungspolitischen Vorstellungen von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP). Leute wie er hätten immer vor der Regulierung durch den Staat gewarnt. Doch sei die Krise auch durch die Untätigkeit des Staates hinsichtlich der Regulierung der Finanzmärkte gemacht worden. Mit Blick auf Opel sagte er, dass nicht die Arbeitnehmer Schuld an der Situation seien. Vielmehr habe das Management in Detroit versagt.

(Redaktion)


 


 

Opel
Regulierung
Staat
Opfer
Arbeitnehmer Schuld
Mitarbeiterbeteiligung
Automobile

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Opel" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: