Weitere Artikel
Arbeitgeber warnen

Opel-Pleite bedroht Pensionskassen

(bo/ddp-hes). Bei Arbeitgebern wächst die Furcht vor einem Scheitern der Opel-Sanierung.

Durch eine Pleite des Autobauers kämen auf den Pensions-Sicherungs-Verein (PSV) die größten Belastungen seiner Geschichte zu, berichtet die in Bielefeld erscheinende Zeitung «Neue Westfälische» (Montagausgabe). Nach Recherchen der Zeitung drohten den 73 000 Mitgliedsunternehmen dann Rekordbeiträge an den PSV.

Angesichts der dramatischen Opel-Lage habe Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) seine Amtskollegen aus den Bundesländern mit Opel-Standorten für den 30. November nach Berlin eingeladen, berichtet die Zeitung weiter. Experten gingen davon aus, dass die Aufwendungen für die zusätzlichen Pensionslasten durch eine Opel-Pleite den Rekordwert von mehr als vier Milliarden Euro für die Insolvenzen im Jahr 2009 - darunter die großen Pleiten von Karstadt und Quelle - noch einmal drastisch steigen würden, schreibt die Zeitung.

Schon 2010 Jahr müsse jedes Mitgliedsunternehmen 14,2 Promille der Pensionsrückstellungen zahlen, nach 8,2 Promille in 2009. Eine mögliche Opel-Pleite, hätte für den Pensions-Sicherungs-Verein jedoch weit größere Folgen als die Insolvenzen von Karstadt und Quelle, da im Handel viele Teilzeitkräfte arbeiten. Auf die Arbeitgeber käme dann ein neuer Rekordbeitrag zu, der vor allem Mittelständler belasten würde.

(ddp)


 


 

Zeitung
Opel-Pleite
Arbeitgeber
Pensionskassen
Insolvenzen
Mitgliedsunternehmen
Quelle
Karstadt
Promille

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Zeitung" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: